Montag, 14. Januar 2013

Rezension: Mechthild Gläser * Stadt aus Trug und Schatten

Gebundene Ausgabe: 412 Seiten
Verlag: Loewe Verlag 
ISBN-13: 978-3785574027
Preis: 17,95 EUR
E-Book: --
Reihe: 1/3
Erscheinungsdatum: Januar 2012

 
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Inhalt:
Flora sieht Schatten oder bildet sie sich das ein? Denn ihre beste Freundin kann nichts erkennen. Aber sie ist sich sicher, je mehr sie sie sieht um so mehr nehmen sie an Gestalt an und wirken wie Jäger auf geflügelten Pferden. Außerdem hat Flora seit neuesten Albträume und zu guter letzt taucht auch noch ein Austauschschüler bei ihr zu Hause auf. Was ist denn bloss los mit ihr und ihrer Umwelt? Ihr nächster Traum wird auch noch schlimmer. Sie fliegt auf eine Stadt zu, die grau und dunkel vor ihr liegt und wacht auf einen Tisch auf, wo sie auf einen älteren Mann und Marian, ihren neuen Mitbewohner trifft. Flora ist verwirrt und flieht, aber wohin und was ist das für ein Traum? Als sie aufwacht und Marian mit ihr über letzte Nacht sprechen möchte, glaubt sie schon sie wäre verrückt und die Welt um sie herum auch. Aber es ist anderes, denn es gibt eine Traumwelt und in derer kehrt sie jede Nacht zurück und erfährt das sie eine wichtig Aufgabe hat. Aber leider hat sie ihr Gedächtnis verloren und irrt in der neuen Welt umher um heraus zu bekommen, wer Freund und Feind ist. Aber vor allem bringen sie auch noch die Gefühle zu Marian durcheinander, ist es Liebe? Und was verbirgt er vor ihr? Wird Flora ihr Gedächtnis wieder finden? Und das zur rechten Zeit, damit sie ihre Aufgabe erfüllen kann?

Meinung:
Am Anfang hatte ich so meine Probleme mich auf diese Schattenwelt einzulassen, denn so viele Orte und Begriffe kamen mir aus anderen Geschichten bekannt vor und so hat es eine Weile gedauert, bis ich mich darauf einlassen konnte. Die Idee allerdings mit einer Welt in unseren Träumen fand ich recht interessant, aber auch anstrengend. Was für eine Doppelbelastung muss das für einen sein, in zwei Welten gleichzeitig zu leben. In der Schattenwelt gibt es zwei verschiedene Gruppen. Zum einen die  Wanderer, die dieser Belastung in zwei Welten leben zu müssen und alles mit zubekommen. Die andere sind die Schlafenden, die in der Schattenwelt schuften müssen, damit diese Welt existieren kann. Interessant fand ich auch  die Geschichte in Essen spielen zu lassen, also im Ruhrgebiet, was ja für seinen Steinkohleabbau bekannt war. Der Vergleich der Menschen die unter Tage arbeiten müssen, damit Kohle oder Materie abgebaut wird ist somit gut umgesetzt. Man kann sich dadurch die dunkle Stimmung und den Schmutz noch besser vorstellen.
Flora ist eine kleine zierliche Person, die schon früh erwachsen werden musste, da ihre Mutter sie verlassen hat. Nur ist sie in der anderen Welt, bevor sie eine Wanderin wird, eine ganz Andere. Wir erleben ihre Entwicklung von zu vorsichtig auf ich nehme das selbst in die Hand mit. Nur manchmal ist sie ein bisschen begriffsstutzig und ich als Leser könnte sie manchmal schon schütteln und sagen „Siehst du das den nicht!“. Marian ist der beste Kämpfer des Grauen Bundes und beschützt Flora wo er kann. Außerdem ist er ihre große Liebe, nur leider bestehen ihre Aufeinandertreffen aus vielen Missverständnissen, das man zum Schluss denkt, das kann es einfach nicht gewesen sein. Und so ist es auch, die Geschichte ist ein Auftakt zu einer Triologie. Ich bin sehr gespannt wie sich die anderen Figuren noch weiterentwickeln, denn wir haben da noch einige sehr Interessante dabei. Außerdem muss Flora in ihrer neuen Rolle auch erstmal reinschlüpfen und das könnte noch sehr witzig werden und in ihren Schulalltag in unserer Welt gibt es ja auch noch.
Mir hat die Geschichte gut gefallen und sie lässt sich auch sehr schnell lesen und jetzt möchte ich wissen, wie es weiter geht. Gut, sie ist an manchen Stellen noch nicht ganz ausgereift und manchmal schleicht sich ein bisschen das Gefühl von Oberflächlichkeit ein, aber man darf nicht vergessen, das es sich hier um ein Jugendbuch handelt. Aber es gibt ja noch so viele offene Fragen, das ich es weiter lesen möchte. Also wer verschiedene Welten mit Intrigen und Macht mag und dazu noch eine Liebesgeschichte ist hier genau richtig.


Henry und ich vergeben hier 4 Punkte:



                                                                                                               


Über den Autor:

Mechthild Gläser wurde im Sommer 1986 in Essen geboren. Auch heute lebt und arbeitet sie im Ruhrgebiet, wo sie sich ihrem Studium widmet und ab und an unfassbar schlecht Ballett tanzt – aber nur, wenn niemand hinsieht. Sie hat früh mit dem Schreiben begonnen und ihr Laptop steht noch immer auf der rosafarbenen Schreibtischunterlage, auf der ihre ersten Geschichten entstanden. Inspiration findet sie überall, am besten jedoch bei einer Tasse Pfefferminztee.  

Quelle: Loewe Verlag


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