Montag, 4. Februar 2013

Rezension: John Friedmann * Flaschendrehen furioso

Broschiert: 400 Seiten
Verlag: Droemer Verlag
ISBN-13: 978-3426226117
Preis: 14,99 EUR
E-Book: 12,99 EUR
Reihe: 1/1
Erscheinungsdatum: Juni 2012
 

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Inhalt:
Urlaub und das in einer Villa in Italien, wie traumhaft, das denken sich auch drei unterschiedlichen Paar die auf den Weg dorthin sind. Aber dann der große Schrecken, denn alle haben die gleiche Villa gemietet. Jetzt stellt sich die Frage was nun. Lutz und Tina aus Berlin haben nicht das Geld um sich was anderes zu suchen. Heiko aus Leipzig möchte sofort das Haus verlassen, aber alle Hotels sind ausgebucht und seine Freundin Sandra möchte bei der lustigen Truppe bleiben und fällt ihn auch noch in den Rücken. Carlo verliebt sich gleich in die Küche und macht erstmal allen Kaffee zur Beruhigung, während seine Schwester den Garten anschaut und sich über alle köstlich amüsiert. Anwältin Anna hat da ganz andere Probleme, wie macht sie Carlo klar, der sein München nicht verlassen möchte, das sie nach London gehen will. Alle sind sich nicht grün, haben aber auch nicht wirklich andere Perspektiven. Jetzt heisst es Urlaubsgemeinschaft bilden, oder abreisen. Nach einer Nacht des darüber schlafen sind sie trotzdem nicht weiter, aber dann machen sie einen Fund und alles läuft aus dem Ruder. Sie finden Geld und alle haben eine andere Vorstellung darüber was damit anzustellen ist. Welten treffen aufeinander, neue Perspektiven öffnen sich und dann kommt die Nacht die alles verändert. Was passiert dort? Wie fällt die Entscheidung über das Geld aus? Werden alle auch wieder in der Konstellation nach Hause fahren?

Meinung:
Nach den ganz vielen guten Meinungen zum Buch, bin ich doch ein bisschen enttäuscht. Ich hatte mir, glaube ich, einfach mehr versprochen. Meine Erwartung war ein witziger Urlaubsroman über 7 fremde Menschen, die sich dort kennen lernen und miteinander auskommen müssen, Alltagskomik eben. Dabei vielleicht neue Ansichten finden und sich neue Wege öffnen, aber doch nicht solche extreme! Hier prallen solche verschiedenen Welt aufeinander und das auf so einer verbalen Art, das ich erst dachte: „Huch, so würde ich nicht reagieren!“ Auch sprachlich hielt sich der Autor recht dran und manches hätte ruhig ein bisschen kürzer kommen können. Die Ausschmückung war für mich oft mühsam zu lesen und drückte für mich am Anfang ein wenig den Spaß an der Geschichte. Aber dann gab es in der Mitte keine Grenzen mehr Alkohol, Drogen und eine Orgie die es in sich hatte und das bei völlig Fremden. Mir war das zuviel und vor allen hat mich dann der nächste Tag erstaunt. Alle gehen in sich und wollen ihr Leben ändern. Das ging mir zu schnell, wie ein Schalterknopf denken alle drüber nach und dann taucht auch noch der Vermieter auf. Was hätte noch witzig werden können, wurde dann auch noch dramatisch. Ich möchte nicht zuviel verraten, aber das war mir zuviel Zufall auf einmal. Manchmal kam ich mir vor wie in einer schlechten Soap, wo jeder mit jeden. Die Idee zu so einen Buch fand ich klasse und ich hätte es einfach gelungener empfunden, wenn sich die Personen langsamer an einander gewöhnen und sich annähern und nicht so mit einen lauten Knall und alle verwirrt zurück lässt, das waren sie doch schon vor der Ankunft. Der Witz war da, aber leider manchmal so ausschweifend, das das lesen nicht  immer Spaß gemacht hatte.
Ich hatte aber trotzdem meinen Spaß beim lesen und einige Figuren sind mir total ans Herz gewachsen und ich hatte mit ihnen auch sehr mitgefiebert. Ich würde es aber wirklich im Sommer lesen und am besten im Urlaub, da kommen die Schmunzler bestimmt noch besser, weil das Flair von Italien war spürbar und hatte mir super gut gefallen und Carlo mit seinen Essen war ein Traum mit ihn würde ich auch eine WG gründen.

Henry und ich bleiben lieber zu Hause und vergeben drei Punkte:


                                                                                                                                       

Über den Autor:

John Friedmann, 1971 in Frankfurt geboren, ist Comedian und Schauspieler. Bekannt wurde er als Teil des Comedyduo Erkan und Stefan. Seit einigen Jahren spielt Friedmann Theater und wirkt in diversen TV-Produktionen mit. Er lebt in München.

Quelle: Droemer Verlag

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