Freitag, 17. Januar 2014

Rezension: Jay Asher & Carolyn Mackler * Wir beide, irgendwann

Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: cbt Verlag
ISBN-13: 978-3570161517
Preis: 17,99 EUR
E-Book: 8,99 EUR
Reihe: 1/1
Erscheinungsdatum: August 2012


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Inhalt:
Emma bekommt einen Computer von ihrem Vater geschenkt. Das ist ja alles nichts Ungewöhnliches, aber wir schreiben das Jahr 1996 und da sah diese technische Welt ganz anderes aus. Ihr bester Freund und Nachbar, Josh, bringt ihr eine CD rüber fürs Internet, aber ihre Freundschaft steht gerade nicht zum besten, da Josh in Emma verliebt ist, aber sie nicht in ihn. Als die CD endlich installiert ist, macht Emma eine wahnsinn‘s Entdeckung, denn sie stößt auf eine Seite, die sich Facebook nennt und ein Profil zeigt, was sie sehr stutzig macht. Aber das Schlimmste ist, die Frau darauf sieht wie sie aus, nur das Sie 31 Jahre alt ist und laut ihren Einträgen recht unglücklich. Emma ist geschockt und gleichzeitig fasziniert. Sie ruft nach Josh um ihn ihre Entdeckung zu zeigen, dieser ist genauso verwirrt und glaubt an einen Fake, aber er steht auch auf dieser Seite und ist erfolgreich und glücklich. Von diesem Tag an versucht Emma alles zumachen, damit sich ihre Zukunft ändert und Josh versucht Emma aufzuhalten, weil zu viele Veränderungen, könnten ja auch seine zerstören. Wie weit wird Emma gehen und warum ist sie auf einmal so eifersüchtig, wenn die Schulschönheit mit Josh spricht?

Meinung:
Was für eine tolle Idee für ein Buch und für mich war es eine nette Geschichte für zwischendurch. Vor allem für die etwas älteren Leser ist es klasse, in diese Teenagerzeit rein zu schauen und sich an seine eigene zu erinnern. Mir hat es ab und zu ein lautes Lachen entlockt. Allein die Anfänge und Gedanken aus dieser Zeit zu lesen und genau dieselben gehabt zu haben war einfach köstlich und für mich ein großer Pluspunkt an dem Buch. Auch der abwechselnde Erzählstil von Emma und Josh war klasse und gut gelungen.
Allerdings flaut die Geschichte im Mittelteil ein wenig ab und Emma geht einem gehörig auf den Keks. Statt endlich ihre Augen aufzumachen und auf den Grund ihrer Gefühle und Bedürfnisse zusehen, trampelt sie erst mal auf allen herum und ist wie ein Elefant im Porzellanladen. Erst zum Ende hin war sie mir wieder sympathisch. Ganz anders war Josh. Für sein Alter hat er recht schnell erkannt, was er möchte und was für ihn wichtig ist. Trotz der positiven Zukunft stellt er es infrage und überlegt, ob er sich das wirklich für sich vorstellen kann, möchte aber in die Zukunft nicht bewusst eingreifen. Man denkt nur die ganze Zeit, warum sieht Emma nicht wie toll eigentlich Josh ist und das ist auch der Punkt, was einen durch das Buch zieht. Schade das man aus der Geschichte nicht mehr gemacht hat und sie leider ein bisschen flach bleibt, aber man darf auch nicht vergessen dies ist ein Jugendbuch und dafür schön. 


Henry und ich hatten einige Lacher, aber man hätte mehr daraus machen können, so wurden es nur drei Bücherpunkte:

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Über die Autoren:
Jay Asher ist der Autor des weltweiten Bestsellers "Tote Mädchen lügen nicht", der in über 30 Länder verkauft und u.a. für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert wurde. Seinen neuesten Roman, "Wir beide, irgendwann" verfasste er gemeinsam mit Carolyn Mackler. Er lebt in Kalifornien.  

Carolyn Mackler wurde 1973 in New York City geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Mann und ihrem Sohn lebt. Sie schreibt Kurzgeschichten, Essays und Jugendbücher, für die sie in Amerika mehrfach ausgezeichnet wurde. Gemeinsam mit Jay Asher schrieb sie den Roman „Wir beide, irgendwann“.


Quelle: cbt Verlag
 

Kommentare:

  1. Nachdem ich "Tote Mädchen lügen nicht.", gelesen habe, steht das Buch auch noch auf meiner Wunschliste.
    Ich werd es bestimmt auch irgendwann lesen und danke für die tolle Rezi :)

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    1. Hallo Shou,

      und ich mag noch "Tote Mädchen lügen nicht" lesen ...lach... Ich habe es auch schon da :) Muss also nur noch die Zeit finden um es zu lesen ...hihi...

      Ganz liebe Grüße
      Sharon

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  2. Huhu,

    bei mir ist es auch auf der Wuli, aber wenn Henry und du es nicht ganz so super fanden, dann kann es ruhig noch warten. :)

    Lg
    Micha

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    1. Hallo liebe Micha,

      Bücher sind ja Geschmacksache und ich fand die Idee großartig, aber ich konnte mit den extrem kindlichen und egoistischen Charakter von Emma einfach nix anfangen. Dann hätte ich mir ein bisschen mehr Tiefgang gewünscht, aber es ist ja auch für eine andere Altersgruppe geschrieben wurden und vielleicht bin ich da ein bisschen zu kritisch ...lach... Also einfach versuchen :-)

      Ganz liebe Grüße
      Sharon

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  3. Hey :)
    Ich habe schon öfter was von diesem Buch gehört und ich werde es wohl nicht lesen. Es ist eher immer so mittelmäßig bewertet worden und deswegen wird es wohl von meiner Wunschliste gestrichen :O Vielen Dank für deine Lieben Rezension !

    Liebst, Lotta

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    1. Hallo liebe Lotta,

      ich muss ja gestehen, ich mach das ganz ähnlich wie du ...lach... die Zeit ist knapp und es gibt einfach super viele Bücher ...lach... und vielleicht verpasst man genau das BUCH ...lach... und bitte gern geschehen :-)

      Ganz liebe Grüße
      Sharon

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  4. Ich habe das Buch auch gelesen und fand es eigentlich ganz gut. Aber mich hat Emmas Naivität gestört, wie sie auf Biegen und Brechen ihre Zukunft beeinflussen will. Josh hingegen war super, so reif und das Gegenteil von Emma.
    Insgesamt fand ich es ganz gut, aber mir hat so das Besondere gefehlt. Außerdem passt der deutsche Titel nicht so richtig. Der englische hingegen viel besser^^

    Liebe Grüße, Katja :)

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    1. Hallo liebe Katja,

      ich habe schon oben eben erwähnt, das ich glaube ein bisschen zu kritisch zu sein. Es ist für die Altersklasse bestimmt toll, aber ich habe ein bisschen mehr erwartet. Der angedeutet Tiefgang fehlte mir und leider war Emma einfach sehr egoistisch und das mag ich nicht. Josh hat mir auch gut gefallen, aber das reichte nicht aus...
      Stimmt das Besondere fehlte mir auch ...

      Ganz liebe Grüße und danke für deine Meinung
      Sharon

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  5. Servus, Inga.
    Den alten Griechen wuchsen bereits die grauen Haare bei der Betrachtung der Zukunft. Denn kann es wirklich von Vorteil sein, über die eigene bescheid zu wissen!? Den Denkern war klar, daß dies mehr Fluch sein kann, für den Sterblichen.
    Abgesehen von der Philosophie - angesichts inzwischen leicht verfügbar gemachter Gentest, obliegt einem persönlich schon die Frage inwiefern ein Ergebnis dann relevant zu sein hat. Fehlerhafte Ergebnisse einmal ausgeklammert - wird die prozentuale Möglichkeit einer bestimmten Erkrankung nicht irgendwann zur sich selbst erfüllenenden Voraussage? Zudem eine prognostizierte Wahrscheinlichkeit keinen Anspruch auf Wahrheit erfüllt.
    Die Gefahr einer Kommerzialisierung besteht in solchen Fällen. "Sie haben eine 12%ige Präposition für XYZ - hier ist unsere kostspielige Therapie!".

    Daß die persönliche Zukunft im Dunkel ruht, ist ein wertvoller Schatz. Voraussagen sind ein extrem heikles Feld *.

    bonté

    * vor allem wenn sie die Zukunft betreffen :-D

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    1. Hallo Robert,

      ich glaube ja das man sein Schicksal selbst in die Hände nehmen sollte und so ein Blick ist nicht immer förderlich. Denn wir machen uns um das Morgen doch schon zuviele Sorgen und vergessen oft das hier und jetzt. Mensch aber dein Ausführung ... hola die Waldfee... aber recht hast du, wir wissen den Schatz nur nicht immer zu würdigen...

      Ganz liebe Grüße
      Inga

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  6. Das Buch habe ich damals sehr, sehr gerne gelesen und ich empfehle es heute auch noch an junge Mädchen, die schon eine prickelnde Liebesgeschichte ohne Fantasy oder Krimi haben wollen, und wo sich die Charaktere am besten nicht gleich nackig machen sollten ... das Buch ist kein Burner, das stimmt. Aber wie du schon erwähnt hast, erhält es aus der Sicht eines Teenagers gewiss den ein oder anderen Pluspunkte ... Ihnen sind die uns so störenden Merkmale selten vor Augen.
    Liebe Grüße
    Jimmy

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    1. Hallo Jimmy,

      ich hier noch gar nicht geantwortet!!!! Tja, du hast schon Recht, kein Krimi, keine Fantasy und man fällt nicht direkt übereinander her... Aber ich fand es doch ein bisschen zu oberflächlich und mir fällte einfach was. Wahrscheinlich war ich für die Geschichte schon ein bischen zu alt ...hihi... Aber meine Teenagertage zu lesen war schon witzig :-)

      Ganz liebe Grüße
      Sharon

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  7. Das Buch habe ich auch letztens gelesen und kann dir eigentlich nur Zustimmen. Am Anfang war ich echt begeistert, musste oft lachen und hab mich zurückerinnert gefühlt (ich hab das damals zwar alles ein paar Jahre jünger miterlebt als Emma und Josh, aber trotzdem sehr ähnlich ^^). Aber dann so ab der Mitte ist die Geschichte ein wenig bergab gegangen. Zwar nicht schlecht, aber mit dem tollen Anfang hätte man meiner Meinung nach mehr rausholen können. Aber so war es auch für mich, genau wie du ja sagst, ein nettes Buch für zwischendurch :)

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    1. Huhu,

      das ist schön, das ich mit meiner Meinung nicht allein bin :-) Und du ganz ähnliche Empfindungen dabei hattest. Es ist ein süsses Buch mit witzigen Einlagen, aber leider nicht mehr ...

      Ganz lieben Dank für deinen Besuch und liebe Grüße
      Sharon

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  8. Hallo

    Wie das Leben so spielt. Vielleicht wat es der richtige Weg. Sehr gute Geschichte.

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    1. Hallo Helmut,

      schön das sie dir gefallen hat :-)

      Ganz liebe Grüße
      Sharon

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