Dienstag, 4. November 2014

Rezension: Samantha Young * Out of the Shallows: Herzsplitter

 
Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: Ullstein 
ISBN-13: 978-3548286914
Preis: 9,99 EUR
E-Book: 8,99 EUR   

Reihe: 2. Teil   
Erscheinungsdatum: September 2014


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Inhalt:
Charley und Jake haben es endlich geschafft und sind ein Paar. Trotzdem müssen sie noch für ihre Beziehung kämpfen, denn Charley‘s Familie ist alles andere als begeistert und macht es den Zweien schwerer denn je. Bis ein schlimmer Schicksalsschlag die Familie überfordert und Charley‘s Welt zusammenbricht. Sie muss sich festlegen und trifft dabei eine schwere Entscheidung, die ihre große Liebe Jake kalt erwischt. Aber kann er sie gehen lassen? Wird er um sie kämpfen? Kann Charley ihr Leben neu ordnen und einen klaren Kopf bekommen? Und ist für sie ein Leben ohne Jake überhaupt machbar? Wird das Schicksal ihren Weg trennen, oder ein Hintertürchen finden?

Meinung:
Ich habe mich ja schon so auf den zweiten Teil von Jake und Charley gefreut, das ich es nicht lange aushalten konnte, und habe es recht schnell verschlungen, allerdings muss ich sagen, dass ich mit einigen gerechnet habe, nur mit dieser Entwicklung nicht.
Die Geschichte fängt auch recht verwirrend an, Charley ist wieder zu Hause, sie hat keinen richtigen Kontakt mehr zu Jake und ihre ganze Familie benimmt sich merkwürdig. Es ist für uns als Leser schnell klar, das etwas passiert ist, nur was, bleibt sehr lange verborgen und das fand ich schon unnötig in die Länge gezogen. In Rückblenden bekommen wir zusätzlich die Geschichte da weiter erzählt, wo wir im ersten Band aufgehört haben.
Ein glückliches Pärchen, was sehr verliebt ist und eine Charley die für ihre Träume kämpft. Die Gegenwart sieht aber anders aus, Charley lebt nur noch nach den Wünschen ihrer Eltern und steht eigentlich völlig neben der Spur. Jake versucht sie immer noch zu erreichen und kämpft für seine Gefühle mit allen Tricks, wird aber immer wieder abgewiesen. Ich war verwirrt und so sehr ich die Zwei auch liebe, echt enttäuscht, dass sie so eine Wendung nehmen mussten. Die Probleme mit ihren Eltern waren ja schon immer da gewesen, aber muss man da so ein Drama einbauen, um daraus eine weitere Geschichte zumachen. Charleys Vater und Jake hätten für mich völlig gereicht, der Konflikt mit der Familie war doch schon aufreibend genug, zumindest für mich. Ich denke, wenn man da in diese Richtung, mein Freund mein Berufswunsch und ich werde erwachsen und gehe meinen Weg, wäre für mich Band zwei glaubwürdiger gewesen. So gibt es, für mein Leserherz, zu viel Drama, was noch nicht mal gut rüber kommt.
Aber genug gemeckert, ich muss auch sagen, dass ich die Geschichte der Zwei trotzdem sehr mag. Ich habe sie verschlungen mit Jake gelitten, mit Charley geschimpft und so gehofft, dass es die richtige Wendung schlussendlich nimmt. Keine Frage, Samantha Young kann schreiben und einen in den Bann ziehen. Sie hatte eben nur mit den ersten Band, schon was Perfektes geschaffen und so ist für mich die Fortsetzung einfach blass geblieben und ich habe die starke Charley mit den dummen Sprüchen wirklich vermisst. Dafür hatten wir einen wunderbaren Jake und obwohl ich den guten Freund Lowe so toll finde, hätte ich Jake auch gerne ständig umarmt und getröstet. Die Freunde spielen auch wieder eine ganz große Rolle, auch wenn es diesmal nicht durchweg alle sind. Vielleicht fehlt aber auch Schottland in der Geschichte, wer weiß, wer weiß.
Ich habe es trotzdem nicht bereut diese Geschichte gelesen zu haben, sie wärmt das Herz, man fiebert mit und man klappt mit gutem Gefühl das Buch wieder zu. Mir hat allerdings was gefehlt und ich fand das aufgebauschte Drama unnötig. Trotzdem bleibe ich Samantha Young Fan und stürze mich auf eins ihre nächsten Bücher.
 
Henry und ich hatten zwar unseren Buchspaß, aber leider kam es nicht an den klassen ersten Band ran, so werden es nur drei Bücherpunkte: 
 

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Über die Autorin: 

Samantha Young wurde 1986 in Stirlingshire, Schottland, geboren. Seit ihrem Abschluss an der University of Edinburgh arbeitet sie als freie Autorin und hat bereits mehrere Jugendbuchserien geschrieben. Seit der Veröffentlichung von »Dublin Street« und »London Road«, ihren ersten beiden Romanen für Erwachsene, stürmt sie die internationalen Bestsellerlisten.

Quelle: Ullstein Verlag 

Into the deep - Reihe:

http://www.buchhaus-sternverlag.de/appDE/nav_product.php?product=O9783548286426&ORIGIN_PRO=OFS&ORIGIN_PRO=OFS



Vielen lieben Dank an den Ullstein Verlag für das  Rezensionsexemplar. 

Kommentare:

  1. Liebe Sharon,

    ich danke dir für deine ehrliche Rezension! Ich war schon nach dem Lesen des ersten Teils leicht genervt von den Charakteren und den Umständen. Ich habe mir deshalb den zweiten Teil gar nicht erst zugelegt und dank deiner Rezi fühle ich mich darin auch bestätigt. Da hat mich also mein Instinkt doch nicht getäuscht :-P. Das ist einfach keine Reihe für mich.

    LG
    Anja

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    1. Hallo liebe Anja,

      eigentlich mag ich die Autorin sehr gern und weiß ja auch, was bei "solchen" Büchern kommt, aber mir hatte Teil eins so gut gefallen, das ich wirklich hier was härter ran gehen muss. Ich weiß auch gar nicht warum man immer so ein Drama einbauen muss, Beziehungsalltagsprobleme sind auch nicht zuverachten und können Bibliotheken füllen ... Und bei den Beiden war ja noch einiges zu meistern... vielleicht war es die eingeschlagene Richtung, die sie gewählt hat, mit der ich nichts anfangen konnte...
      Sind Rezensionen nicht die ehrliche Meinung? Ich hoffe doch ja ...lach... zumindest bei mir, auch wenn ich ein sehr gnädiger Leser bin! Woran ich Lust habe, mache ich nicht unnötig schlecht....
      Ich freu mich natürlich, das sie dir gefallen hat und dich in deiner Entscheidung bestärkt hat ... aber Samantha Young sollte man für die kühle Jahreszeit nicht aus den Augen lassen ...lach... Aber jeden woran er Spaß hat :-)

      Schön das du mich besucht hast und liebe Grüße
      Sharon

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  2. Feasgair math, Inga.
    Zu Charleys Situation würde passen, daß ihr von Seiten der Eltern eine "familiäre Pistole" gegen die Schläfe gedrückt wird. Wäre natürlich böse. Aber irgend ein Aspekt muß sie ja daran hindern, einfach ihren eigenen Weg im Leben zu gehen.
    Wenn ich richtig zwischen den Zeilen gelesen habe, wäre Dir dieser Plot der liebere gewesen!

    Möglicherweise wollte die Autorin dann doch lieber, mit einer Schöpfkelle in jeder Hand, aus dem vollen Rahmfaß schöpfen.

    Schottland ist immer gut für eine Geschichte! :-)

    Glé mhath,


    bonté

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    1. Servus Robert,

      du hast es mal wieder mit deinen "scharfen" Augen zwischen den Zeilen raus gelesen, oder? Du kannst hellsehen ... aber deine Vermutung ist wieder glasklar ...lach... Ich fand es unnötig und aufgebauscht, aber anscheinend ist es gerade auf den Markt sehr beliebt, das zweite Buch immerhin für mich dieses Jahr, was Drama pur ist :-)

      Du sagst es ... Schottland ist immer gut, mit Wisky und rauen Männern ..hihi... hüstel... oh... was schreibe ich den da..... Robert, ich glaube ich muss mal wieder den Highlander gucken ....seufz....

      Liebe Grüße und danke für deinen Besuch
      Inga

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    2. ...mein Schotten-Film wäre jetzt eher 'Rob Roy'. Guten Whiskey verschenke ich lieber & bei den rauhen Kelten bevorzuge ich eindeutig die Mädels. :-)
      Die Musik nicht zu vergessen - Lieder auf gälisch sind einfach verzaubernd schön geraten.

      bonté

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    3. Hey Robert,

      das ist auch ein schöner Film!!! Aber vom Kerl her, ist mir der Highlander lieber :-) Ich habe noch nie Whiskey getrunken... wüsste gar nicht womit ich anfangen sollte ...hehe... Kelten Mädels also :-)
      Du alter Geniesser ....

      Ganz liebe Grüße
      Inga

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