Dienstag, 9. Dezember 2014

Rezension: Aimee Bender * Die besondere Traurigkeit von Zitronenkuchen

Taschenbuch: 320 Seiten  
Verlag: Berlin
ISBN-13: 978-3833308536 
Preis: 9,99 EUR
E-Book: 8,99 EUR 
Reihe: 1/1  
Erscheinungsdatum: November 2012
 
 
 
 
Inhalt/Meinung:
Ich bin immer noch verwirrt und hatte mir eigentlich was anderes unter diesen Roman vorgestellt. Denn die Idee durch Essen die Gefühle ihrer Mitmenschen zu schmecken, fand ich großartig und hatte gedacht, dass die Richtung, französisches Bistro viel früher in Erscheinung tritt.
Es fängt alles mit dem Geburtstagskuchenversuch von Rose Mutter an, dem sie zu ihren Neunten backen möchte. Als Rose probiert, merkt sie das der Kuchen traurig schmeckt und ab da an sind alle Speisen für sie eine Zumutung, da sie die Gefühle der Köche raus schmeckt und so das Essen teilweise unerträglich machen. Sie schmeckt auch nicht nur die Gefühle der Köche, sondern auch Anbauorte, wie der Bauer was gepflückt und, und, und. Das fand ich echt irre. Ich glaube soviel würde ich nicht schmecken wollen, wobei man merkt, dass ihre Gabe nicht unbedingt auch eine ist, sondern eher ein Fluch. Aber nicht nur unter dem Essen leidet Rose, auch die ganze Familie ist komisch. Der Bruder ist ein intelligenter Eigenbrötler, der außer seinem besten Freund niemanden an sich ran lässt. Die Eltern leben auch eher nebenher als miteinander, so beginnt die Mutter eine Affäre, was Rose direkt aus dem Essen schmeckt und der Vater lebt eher in der Vergangenheit und möchte doch eigentlich ein ganz einfaches Leben. Er war mir am sympathischsten. Rose ist in der Familie auch eher eine Randfigur. Die Mutter spricht eigentlich nur von ihrem Bruder und der Vater arbeitet sehr viel und will zu Hause seine Ruhe. Das Buch dreht sich auch mehr um den merkwürdigen Bruder als um sie. So erleben wir Rose Lebensgang als Neunjährige und verlassen sie als junge Frau mit 23 Jahren und ich hoffe sie wird ihren Weg gehen. Allerdings konnte mich der Schreibstil, so wie auch die gewählte Art zuerzählen nicht bannen und damit fiel auch die Geschichte für mich. Ein harter Lesekampf und eine Familie, die für mich undurchsichtig blieb. Ich glaube daraus hätte man mehr machen können. 


Henry und ich fanden die Grundidee großartig und Kleinigkeiten auch wirklich nett umgesetzt, aber es gibt trotzdem nur drei Bücherpunkte:

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Über die Autorin:

Aimee Bender wurde 1969 in Los Angeles geboren. Sie schreibt Romane und Short Storys (u.a. Das Mädchen, das Feuer fing), die in Granta, Mc Sweeney's, The Paris Review und vielen anderen Magazinen erschienen sind. Ihre Texte wurden in zehn Sprachen übersetzt. Zweimal hat sie den Pushcart Prize gewonnen. Sie lebt in Los Angeles, wo sie Creative Writing unterrichtet.


Quelle: Berlin Verlag

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