Donnerstag, 1. Oktober 2015

Rezension: George R.R. Martin * Wild Cards: Der Sieg der Verlierer


Broschiert: 576 Seiten
Verlag: Penhaligon   
ISBN-13: 978-3764531294
Preis: 15,00 EUR
E-Book: 11,99 EUR 
Reihe: 2. Teil  
Erscheinungsdatum: Juni 2015

Übersetzer: Simon Weinert


Leseprobe? Kaufen?


Inhalt:
Die Katastrophen in Osten häufen sich immer mehr, aber auch im eigenen Land passieren unvorhersehbare Dinge. So gibt es eine Atomexplosion, die Texas erschüttert. Die ehemaligen Helden aus der ersten Staffel der American Hero Serie, haben sich zu einem Komitee zusammengeschlossen und helfen als Eingreiftruppe der UNO. So gibt es drei Gruppen und jede muss in einem Krisengebiet helfen, oder die Ursache finden. Im ersten Moment klingt das nach einer guten Sache, aber handeln sie immer richtig? Stellen sie manchmal nicht noch mehr Schaden an? Können sie überhaupt die Ausmaße verstehen, oder die Hintergründe? Ganz langsam bröckelt die Gemeinschaft und der Gedanke, überhaupt auf der richtigen Seite zu kämpfen wird laut. Aber kommt das noch rechtzeitig?

Meinung:
Das ist nun also, für uns deutschen Leser, der zweite Teil, und ich muss für mich sagen, wohl auch der Letzte. Ich bin ehrlich gesagt total enttäuscht und konnte mich bei diesem Buch nur quälen. Oft habe ich mich ermahnt weiter zu lesen, oder meine Gedanken zusammen zunehmen, aber es ist mir hier wirklich schwer gelungen und ich frage mich warum? Denn den ersten Band fand ich richtig gut.

Der erste Teil, zumindest hier bei uns, fing ja mit der amerikanischen Serie „American Hero“ an, das zu lesen hatte mir richtig Spaß gemacht und die verschiedenen Autoren mit ihren Figuren passten einfach perfekt zusammen und haben das wunderbar harmonisch abgerundet. Bis wir damals ins Krisengebiet gekommen sind und unsere Figuren sich fragten, ob sie nicht wirklich Helden sind und ihre Kräfte nicht für die gute Sache nutzen sollten. Dass dieses Handeln nicht immer ohne Folgen bleibt, war der erste Teil.

Nun geht es im zweiten Teil an der gleichen Stelle weiter, unsere schon bekannten Figuren stehen immer noch für die UNO bereit und fahren in Krisengebiete, um zu helfen. Eigentlich klingt das doch recht interessant und aufregend, aber mich konnte es nicht packen. Zum Einen fand ich die Handlung recht langatmig, sogar teilweise sehr abschweifend und zum Anderen liegt es diesmal an den verschiedenen Autoren. Die mich persönlich richtiggehend enttäuscht haben, weil man eine große Disharmonie gespürt hat.

Oft konnte ich den Kapiteln erst nicht folgen, aber nicht vom Inhalt her, sondern von ihrer Art, wie diese erzählt werden, man hatte einfach das Gefühl in einer Truppe von Wild Card Spezialisten gelandet zu sein, die mit ihren Fachbegriffen, Namen und spezial Abkürzungen nur so um sich warfen. Außerdem nervte mich, das einmal wird der Heldenname verwenden und in zwei Sätzen später der Richte, es sorgt für Verwirrung und ist einfach sehr anstrengend. Ich glaube, ein Glossar wäre hier langsam angebracht. Aber auch die Entwicklung von einigen Figuren fand ich nicht so erbaulich, wir haben mit Anfeindungen, Intrigen, Machtgebärden, Heldentum und noch einigen mehr negativen Faktoren zu kämpfen. So nimmt es dem Ganzen so ein bisschen an Ernsthaftigkeit und es bekommt leider einen oberflächlichen Touch.

Ich war sogar von einigen Figuren regelrecht enttäuscht, während ich im ersten Band noch dachte „Oh, über dem möchte ich mehr wissen, da ist noch potenzial drin“ bin ich ziemlich ernüchtert aufgewacht und war von der faden Darstellung gefrustet. Hier wollte kein Feuer, keine Leidenschaft für die Figuren und ihrer Kräfte aufkommen. Dabei war der Grundgedanke, ist es richtig mit allen Mitteln zu helfen, gar nicht schlecht. Verfällt man, mit dem Drang zu helfen, zu einem Mittel zum Zweck, wird man zum Spielball von Mächten, die nicht immer das Gute und Menschliche im Auge haben. Agiert man mit dieser Macht, nicht genauso, wie man es anderen immer vorgeworfen hat. Ich finde, das hätte man so gut ausarbeiten und besser darstellen können. So hatte ich leider nur das Gefühl, das jeder Autor seine Figur hervor heben möchte, ohne wirklich zum gesamten beizutragen.

Für mich war es leider kein Lesevergnügen und der einstige Clou, der mir an dem Konzept gefallen hat, war hier überhaupt nicht wieder zu finden. So werde ich diese Reihe nicht weiterverfolgen und meine Helden in anderen Büchern suchen.
 
Henry und ich konnten diesmal keinen Gefallen daran finden und vergeben nur zwei Bücherpunkte:
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Über den Autor: 


George Raymond Richard Martin wurde 1948 in New Jersey geboren. Sein Bestseller-Epos Das Lied von Eis und Feuer wurde als die vielfach ausgezeichnete Fernsehserie Game of Thrones verfilmt. George R.R. Martin wurde u. a. sechsmal der Hugo Award, zweimal der Nebula Award, zweimal der World Fantasy Award (u.a. für sein Lebenswerk und besondere Verdienste um die Fantasy) und dreimal der Locus Poll Award verliehen. 2013 errang er den ersten Platz beim Deutschen Phantastik Preis für den Besten Internationalen Roman. Er lebt heute mit seiner Frau in New Mexico.
 
Quelle: Penhaligon Verlag

Wild Cards - Reihe:

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1 Teil / Rezension


Vielen lieben Dank an den Penhaligon Verlag und Blogg dein Buch für dieses Rezensionsexemplar. :-)


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