Donnerstag, 3. März 2016

Rezension: Nikola Hotel * Rabenblut drängt


 1. Teil
 das Erstlingswerkt I neu lektoriert und gestaltet
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Taschenbuch: 445 Seiten I Verlag: Amazon Publishing
ISBN-13:
978-1503951310 I Preis: 9,99 EUR
I E-Book: 4,99 EUR
Reihe: 1/3  I Erscheinungsdatum: November 2012



Inhalt:
Isa möchte Biologin werden und hilft dazu in einer Forschungsstation im Wald aus. Bei einem Hilferuf von einem Bauern fährt sie mit ihrem Chef Marek los und findet einen verletzten nackten Mann vor, der einen schwarzen Raben in den Armen hält. Der Fremde wird sofort ins Krankenhaus gebracht und versorgt, aber was vorgefallen und wer er ist, bleibt immer noch im Dunklen. Er, Alexej, kann sich nämlich an nichts erinnern. Isa bleibt misstrauisch und nimmt ihm das nicht ab, sie will mehr über ihn wissen. Dass sie sich dabei von ihm angezogen fühlt, ignoriert sie eine Weile. Aber ihre Gefühle fahren Karussell und je mehr sie sich es zugesteht, umso mehr scheint ihr Alexej zu entgleiten. Was verbirgt er vor Isa? Warum hat er so einige Eigenarten? Warum möchte er von sich nichts preisgeben? Und schlägt Isas Herz allein schneller?

Meinung:
Was habe ich denn hier für einen Buchschatz gefunden. Okay es war ein ebook, aber ich muss mir das wirklich noch überlegen, ob es so bleiben soll. Nikola Hotel hat mich mit ihrer Geschichte verzaubert, oder umgehauen? Sucht es euch aus. Sie schreibt über Dinge, die ich genauso faszinierend finde und verstrickte mich so in eine Geschichte, die ich nicht erwartet hätte, aber umso mehr in mich aufgesogen habe.

Erzählt wird das alles abwechselnd aus Isa und Alexejs Sicht und ich weiß jetzt gar nicht, mit wem ich anfangen soll. Na gut, Ladys first! Isa liebt die Natur, sie ist lieber für sich, als mit vielen Menschen zusammen, sucht gern die Einsamkeit und genießt die Ruhe. Sie ist ein natürlicher Typ, der sich aus Äußerlichkeiten nichts macht und lieber hinter die Fassade guckt. Dazu kommt noch, dass sie sehr hartnäckig sein kann und wenn sie sich was in den Kopf setzt, wird das mit allen Konsequenzen durchgezogen. Außerdem ist sie noch klug, feinfühlig und ich muss sagen, mir unglaublich sympathisch. Ich mochte ihren kritischen Blick, die Fettnäpfe in die sie sich stürzte und ihre Unbeholfenheit in Alexejs Nähe. Man nahm ihr ihre Faszination für diesen Mann voll ab und auch ihre Verliebtheit. Nur durch ihren sturen Kopf erleben wir die schönsten Szenen, dafür darf sie gern mal übers Ziel hinausschießen.

Alexej, seufz, was soll ich sagen, ein tragischer Mann, den man ständig beschützen möchte. Wieder so eine männliche Figur, der auch ich verfallen wäre. Klar schaut er auch noch gut aus, aber was mich total angesprochen hat, ist diese Melancholie, diese Traurigkeit, die an ihn haftet und aus ihm noch mehr den geheimnisvollen Mann macht. Er ist ein Kerl, der eigentlich für die Musik lebt und diese doch nicht ausleben darf, denn sein Schicksal ist ein anderes und er muss mit einem Fluch leben, der ihn von unserer Welt abschneidet. Er glaubt sich mit allem abgefunden und arrangiert zu haben und trifft dann auf Isa. Sie lässt in ihn Hoffnung aufblühen, aber Angst, Selbstkontrolle und Verantwortung knebeln seine Träume und Wünsche. Er ist nun mal der, der er ist, und will es stillschweigend hinnehmen, ohne zu kämpfen. Alexej ist vorsichtig und das macht uns Lesern manchmal rasend. Dieser Mann versucht so sehr sein Schicksal zu tragen, das er gar keinen Ausweg sucht und so wollte ich ihn ständig anstupsen, schütteln und umarmen. Seinen Part zu lesen ist manchmal wirklich nicht einfach, aber man kann einfach nicht aufhören.

Aber was dieses Buch wirklich ausmacht, sind die wunderbaren Beschreibungen, was habe ich alles erlebt, ich bin durch den Wald barfuß gelaufen, bin durch die Lüfte geflogen und habe den Wind gespürt, ich war bei einem Konzert dabei und habe die Musik förmlich in mir klingen gehört und ja, leidenschaftlich geküsst, wird natürlich auch. Nikola Hotel schafft eine ganz besondere Atmosphäre, düster, wie der Nebel im verhangenen Wald, festlich mit Ballkleid und Kerzenlicht und unheimlich in den dunklen Straßen vom Prag. Sie beschreibt das alles so bildlich, dass ich ständig Kopfkino hatte. Außerdem trifft sie bei mir auf ganz viele kleine Leidenschaften, so habe ich auch eine Schwäche für klassische Musik, bestimmte Filme, Edgar Allan Poe und romantische geheimnisvolle Städte. Sie trifft bei ganz vielen Dingen genau meinen Nerv und ich war so sehr in der Geschichte, dass ich wirklich durchgerauscht bin. Unglaublich, es hat mir so viel Spaß gemacht und ich mag mehr davon haben. Gott sein Dank kommt bald Teil zwei raus, da hat sich das späte Entdecken auf eine andere Weise bezahlbar gemacht.
 
Henry und ich konnten gar nicht aufhören zu lesen und waren völlig im Rausch, das gibt die vollen Bücherpunkte:

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Über die Autorin:

Nikola Hotel, 1978 in Bonn geboren, arbeitete zunächst als Krankenschwester, bevor ihr großes Interesse an Geschichte sie zum Schreiben brachte. Ihr Debüt »Rabenblut drängt« wurde 2013 mit dem dritten Platz beim Autoren@Leipzig Award der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. Seit dem großen Erfolg des heiteren Frauenromans »Fernsehköche küsst man nicht« ist sie ausschließlich als freischaffende Autorin tätig.
Nikola Hotel lebt in Hennef, ist verheiratet und hat drei Söhne.

Quelle: Amazon

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Rabenblut - Reihe:

http://www.amazon.de/Rabentod-Rabenblut-Serie-Nikola-Hotel-ebook/dp/B01AWLHEGO/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1456684603&sr=8-1&keywords=rabentod

2. Teil I Erscheinungsdatum: 26.04.2016

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