Freitag, 23. Juni 2017

Rezension: Lorraine Fouchet * Ein geschenkter Anfang


Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: Atlantik
ISBN-13:
978-3455600568
Preis: 20,00 EUR
E-Book: 15,99 EUR
Reihe: 1/1
Erscheinungsdatum: März 2017
Übersetzer: Sina de Malafosse 


Leseprobe? Kaufen? 


Inhalt:
Jo kann es nicht fassen, seine Lou hat ihn allein gelassen, auf seiner Insel und mit ihren gemeinsamen Erinnerungen und dort hin, wo sie ist, kann er ihr nicht folgen. Seine Lou, diese übermütige vor lebensprühende Frau, deren Kochkünste ein Desaster waren, aber ihre Liebe übergroß, ist nicht mehr da, aber Lou wäre nicht Lou, wenn sie Jo einfach so zurücklässt. Bei der Testamentsverlesung kommt dann der große Paukenschlag, Jo bekommt noch eine Aufgabe, nämlich dafür zu sorgen, dass seine Kinder auch wirklich glücklich sind. Sind sie etwa nicht glücklich? Wird Jo sich dem stellen? Und wird er seinen Kindern somit näherkommen?

Meinung:
Ich weiß nicht warum, aber ich habe ein Faible für französische Romane. Okay, daran ist wohl meine Mutter schuld, immerhin ist immer noch Dumas „Die drei Musketiere“ mein absolutes Lieblingsbuch und der Anfang von meiner großen Liebe zu Büchern. Aber hier muss ich wohl auch noch ein bisschen die Schuld an Antoine Laurain verschieben, immerhin hat er es für gut befunden und als Fangirl muss man solche Bücher dann ja erst recht lesen. Also gesagt, gelesen und für wunderbar befunden. Diese Franzosen sind irgendwann mein Untergang, aber wenn es um Gefühle geht, bleiben sie einfach Meister der Empfindungen.

Jo ist nun Witwer, allein, obwohl er noch so viel mit seiner Lou vorhatte und dann kommt alles anders. Für ihn kann das doch nicht das Ende sein, er fühlt sich betrogen und versucht immer noch ein Deal mit dem Himmel zu machen, denn das alles muss ein Irrtum sein. Diese Ehe ist was ganz Besonderes, eine ganz große Liebe und unvergänglich noch dazu, aber alles hat auch eine andere Seite. Jo ist zwar ein toller Ehemann und geht in seinem Job als Arzt auf, aber seine Kinder blieben auf der Strecke. Er hat das immer Lou überlassen und merkt erst jetzt, durch seine Aufgabe, dass er sie gar nicht kennt. Es ist eigentlich die typische Entwicklung, die Kinder bekommen zu wenig Zeit mit dem Vater, weil das „Versorgen“ im Vordergrund steht und erst mit den Enkelkindern auffällt, was man bei den eigenen Kindern alles verpasst hat. Bloß das nicht Jo drauf kommt, sondern Lou ihn darauf stößt und das mit ihrer ganz eigenen Art. Nun heißt es überwinden, oder ihren Wunsch ignorieren.

Natürlich mischt Jo sich ein. Hat er denn eine andere Wahl, nein! Und die Autorin erzählt mit ganz viel Fingerspitzengefühl eine wahre Entdeckungsreise der eigenen Familie. Dabei bedient sie sich mehreren Stimmen, natürlich aus der Sicht von Jo, aber auch seine Enkelin Pomme und wer glaubt, dass Lou still bleibt, hat sich geschnitten, sie muss ja den Überblick behalten. Dabei findet Lorraine Fouchet für ihren Roman einen ganz besonderen Klang, feinfühlig, zart, aber auch witzig. Diese Autorin lässt uns zu Beginn traurig sein, dann weckt sie unsere Neugier und am Ende besitzen wir alle eine Zuversicht, das es für Hoffnung, nie zu spät ist.

Ich möchte eigentlich von den Kindern nichts verraten, vielleicht nur so viel, das nicht alles so ist, wie der erste Schein uns weiß machen möchte und Glück, nicht immer einfach zu finden ist. Vielleicht steckt man ja auch in einer Findungskrise. Außerdem ist für jeden ja Familie so eine eigene Sache, wer wünscht sich nicht ein gesundes Verhältnis, oder einfach das Gefühl von verstanden sein. Oft sind Familientreffen ja auch eine Last und mehr Pflichterfüllung, als Freude. Genau diesen Problemen nimmt sich die Autorin an, welche Entwicklung manche Eltern-Kind-Beziehungen nehmen und das es nicht immer mit Resignation enden muss, oder einer Lou die einen aufweckt. Mich hat das Buch sehr berührt und ich konnte mich in vielen Kleinigkeiten wieder erkennen. Ich muss sagen, ich habe es wirklich gern gelesen, auch wenn ich glaube, dass nicht alle Familien einen neuen Anfang geschenkt bekommen müssen, da spricht wohl der Pessimist in mir, aber den Grundgedanken fand ich toll und Seelen heilend.

Ein geschenkter Anfang ist ein unglaublich feinfülliges Buch und hat wirklich einen ganz tollen Ton getroffen. Auf diese Insel würde ich gern fahren, um Teil dieser Familie zu sein.
 

Henry und ich waren von den Ausmaßen des kreativen Testaments sehr angetan und vergeben die vollen Bücherpunkte:
 
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Über die Autorin:
 


Lorraine Fouchet, geboren 1956, arbeitete als Notärztin, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete. Sie ist Autorin zahlreicher Romane. Sie lebt in der Nähe von Paris und auf der Île de Groix, dem Schauplatz von Ein geschenkter Anfang.

Quelle: Atlantik Verlag

Vielen lieben Dank an den Atlantik Verlag für das  Rezensionsexemplar.

Mittwoch, 21. Juni 2017

NEUES auf dem Büchermakrt ...

Hallo meine Bücherexperten,

ich bin ein großer Fan von Lian Hearn und habe ihre Otori Sage heiß und innig geliebt. Was war die Geschichte damals doch fesselnd, dramatisch und aufregend, aber auch mit einem Hauch Poesie und Melancholie. Kurz um, ich habe schon lange nicht mehr was Vergleichbares gefunden und leider auch nichts neues Übersetztes von ihr. Und dann sitze ich in Leipzig am Verlagsstand, bei der Besprechung der Neuerscheinungen und sehe dieses Buch, ich habe so laut aufgeschrien, dass ich mir die Hand vor den Mund legen musste und mich alle Leute schräg anschauten, aber es gibt was Neues von ihr!!!! Und es klingt wieder so toll, aber lest mal selbst:

 
Die Legende von Shikanoko: Herrscher der acht Inseln
1. Teil
Verlag: Sauerländer
Erscheinungsdatum: 24.08.2017

Shikanoko ist eigentlich nur der Sohn eines einfachen Vasallen. Doch als er von einem Magier eine übernatürliche Maske vermacht bekommt, wird aus ihm das Kind des Hirsches, und er verfügt fortan über magische Fähigkeiten und besonderes Kampfgeschick. Als der alte Kaiser stirbt, gerät Shikanoko in die Fänge des Fürstabts, der alles daransetzt, die höchste Macht im Land – den Lotusthron – an sich zu reißen. Shikanoko muss fliehen und entkommt dabei mehr als einmal nur knapp dem Tod. Doch er muss unbedingt Aki finden, die Herbstprinzessin, die er liebt, und die ein großes Geheimnis verbirgt. Denn in ihrer Obhut befindet sich niemand anderes als der rechtmäßige Nachfolger für den legendären Lotusthron.

 
Wer von euch war auch solche ein großer Otori Fan? Wer hat auch so lange auf was Neues gewartet? Und wer musste auch aufjauchzen von euch? Ich freu mich so sehr, auf das neue Epos und kann es kaum erwarten. Endlich gibt es wieder Edelmut, Ehre und ganz große Liebe. Gigantische Vorfreude!!!

Ganz liebe Grüße
Eure, irgendwann mal nach Japan fahren wollende, Sharon

Montag, 19. Juni 2017

Rezension: Jess Kidd * Der Freund der Toten


Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: Dumont
ISBN-13:
978-3832198367
Preis: 20,00 EUR
E-Book: 15,99 EUR
Reihe: 1/1
Erscheinungsdatum: Mai 2017
Übersetzer: Ulrike Wasel & Klaus Timmermann 


Leseprobe? Kaufen? 


Inhalt:
Mahonys Lebenslaufbahn ist nicht wirklich von Glanzstücken besetzt, Kleinkrimineller, Findelkind und Herzensbrecher, bis ihn eines Tages ein Brief  aus seiner Vergangenheit erreicht und ihn zu einem Ort führt, wo alles begann. Er reist nach Mulderrig, einer kleinen Dorfgemeinde, die Fremden gegenüber nicht gerade aufgeschlossen ist, aber lange können sie Mahonys Charme nicht widerstehen. Bis sie erfahren, warum er ihren Ort besucht, er möchte nämlich gern das mysteriöse Verschwinden seiner Mutter aufklären. Ab da trifft er auf taube Ohren und verstummende Münder, nur die exzentrische Mrs Cauley ist auf seiner Seite und zusammen entwickeln sie einen raffinierten Plan. Werden die beiden mit ihren Plan Erfolg haben? Können sie dem Verschwinden von Mahonys Mutter auf die Spur kommen? Und welche Geheimnisse werden sie noch ausgraben?

Meinung:
Auf dieses Buch freute ich mich schon, seit es mir vorgestellt wurde und dann musste ich so lange darauf warten und nun ist es schon verschlungen. Ich bin ja ein großer Fan von irischen Geschichten, sie habe so einen besonderen Klang und schaffen einfach Atmosphäre. Und hier haben wir ja alles vereint, Irland, ein kleines Dorf, eine schräge und verschrobene Gemeinschaft, eine alte neugierige Lady, einen jungen Burschen, der auch noch die Gabe hat, Tote zu sehen. Klingt gut? Ist gut! Nein, sogar großartig.

Als ich den Namen Mahony gelesen hatte, musste ich unweigerlich sofort an Mahoney aus der Police Academy Filmreihe denken und so ganz abwegig ist es nicht. Denn unser irischer junger Mann hat auch so eine gewinnende Spitzbübigkeit, einfach ein einnehmendes Wesen und Charme, der ihn die Damenwelt zu Füßen liegen lässt. Ich fand ihn sofort sympathisch und seine Art einfach herrlich zu lesen, bei all den Geheimnissen und sehr eigenwilligen anderen Figuren, war er einfach erfrischend.

Eine weitere Hauptfigur und Mahonys Teampartnerin war Mrs Cauley und die hatte es faustdick hinter den Ohren. Sie ist auch nur eine Zugereiste, lebt aber schon ewig in dem Dorf und gilt aber immer noch nicht als Einheimische, da ist eine Dorfgemeinschaft ja eisern. Aber Mrs Cauley hat ihren Platz gefunden, dafür das sie intelligent, scharfzüngig, exzentrisch und kämpferisch ist und es ihren Mitmenschen nicht immer einfach macht. Aber sie ist eine Person, die den Raum betreten und dann beherrschen kann und solch eine Detektivarbeit ist doch auch ein Heidenspaß. Ihren Part zu lesen, hatte immer mit viel bösem Humor zu tun und irgendwie finde ich, das sie wie aus einen Agatha Christie Roman entsprungen ist. Herrlich verschroben und extrem liebenswert.

Aber meine heimlichen Stars der Geschichte waren einfach die Geister, die Mahony sehen konnte. Ständig scharwenzelt einer durchs Bild, führte zu neuen Drehungen in der Geschichte und waren einfach für jede Situation zu haben. Ich fand, sie rundeten alles ab, gaben der Geschichte eine ganz eigene Stimme und schafften Atmosphäre, die sich einfach von anderen Dorfgeschichten abhoben. Wer also gern, wie ich, das Übernatürliche liebt, ist hier genau richtig.

Überhaupt schafft Jess Kidd ein ganz großartiges Debüt, es ist frisch und anderes, hat aber trotzdem den Stil von alten Klassikern, nur mit mehr Seele und Leben. Ihre Sprachauswahl ist unglaublich gut eingesetzt, sie lässt vieles lebendig werden, teilweise sogar poetisch, aber mit einer Sogkraft, die einen förmlich durch das Buch ziehen. Dabei ist man einfach gefesselt von den Figuren und der Landschaft, will immer mehr wissen und hat doch Angst, es zu schnell zu beenden. Dabei möchte man unbedingt wissen, was damals passiert ist, den Mahonys Mutter hatte ein dramatisches Leben und einen schweren Stand im Dorfleben. So spielt die Autorin mit Licht und Schatten in der Geschichte und verstrickt die Figuren immer mehr, und ob wir am Ende wirklich die Wahrheit erfahren, müsst ihr einfach selber lesen. Es lohnt sich.

Für mich hat dieses Buch eine unglaubliche magische Stimmung, mit wunderbaren originellen Figuren und einer Sprachgewalt, die mir einfach entzückende Lesestunden beschert haben. Mitreißend, schräg, schwarzhumorig und fesselnd, genau meins. LESEN!

Henry und ich wurden sofort von dieser Geschichte verschlungen und wir vergeben dafür die vollen Bücherpunkte:
 
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Über die Autorin:
 

 
Jess Kidd, 1973 in London geboren, hat ihre Kindheit teilweise in einem Dorf an der irischen Westküste verbracht. Sie hat Literatur an der St. Mary’s University in Twickenham studiert. Derzeit arbeitet sie an ihrem zweiten Roman. Die Autorin lebt mit ihrer Tochter in London.

Quelle: Dumont Verlag

Vielen lieben Dank an den Dumont Verlag für das  Rezensionsexemplar.


Mittwoch, 14. Juni 2017

NEUES auf dem Büchermarkt ...

Hallo meine Bücherdetektive,

auf diese neue Krimireihe freue ich mich ganz besonders, denn von der Autorin habe ich schon alles gelesen und jede Geschichte hatte mir gefallen. Außerdem spielt der Krimi in Irland und ich weiß, dass ihr Humor meiner ist. Zudem hat sie eine interessante Kommissarin erschaffen und ich bin schon so gespannt, sie kennenzulernen. Aber lest erst mal selbst:
 

Harte Landung
1. Teil
Verlag: Suhrkamp
Erscheinungsdatum: 07.08.2017

Patsy Logan, 38, deutsch-irische Kommissarin beim Münchner LKA, ermittelt in einem angesagten Online-Unternehmen. Schnell zieht der Fall immer weitere Kreise, der mediale und interne Druck ist enorm. Und auch Patsys Privatleben gerät zunehmend in Schieflage … 

Carolin Höller, Top-Managerin bei der erfolgreichen Online-Tauschbörse Skiller, hat alles: Musterkarriere. Musterehe. Musterkinder. Bis man sie unterhalb ihres Bürofensters tot auffindet. Schnell ist klar: Sie ist nicht freiwillig gesprungen. Immer tiefer gräbt sich Patsy in Carolins Leben und die Strukturen von Skiller, stößt auf Lügengebäude und hohle Fassaden. Erst recht, als man sie ins Skiller-Hauptquartier nach Dublin schickt. Ausgerechnet in die Stadt, um die sie seit dem Selbstmord ihres Vaters einen großen Bogen macht. Kein gutes Omen. Und prompt überschlagen sich die Dinge … 


Na, was sagt ihr zum Buch? Klingt nach einem tollen Krimiauftakt, oder nicht? Auf welcher Wunschliste ist denn der Krimi auch zu finden? Also ich bin tierisch gespannt und freu mich total auf diese Irlandreise und Patsy. Da Ellen Dunne und ich, was Krimis angeht, ähnliche Geschmäcker haben, kann es ja nur gut sein. Ach, die Vorfreude steigt ...

Ganz liebe Grüße
Eure, immer noch nach Irland fahren wollende, Sharon

Montag, 12. Juni 2017

BÜCHERPOST im Mai ...

Hallo meine Bücherduftliebhaber,

der Mai ist rum, und obwohl ich meinem Bücherkonsum einschränken wollte, habe ich es nicht geschafft. Naja, da sind wohl auch ein bisschen die ganzen Programmvorschauen schuld, diese trudeln nämlich bei mir ein und bringen direkt Prioritäten mit. Meine Wunschliste wächst und wächst, genauso wie mein Lesestapel. Aber ihr wollt meine Neuzugänge sehen und nicht mein Geschwafel hören, also los geht es:

Dexter hat kaum Platz, aber er ist mit drauf :D

 
Der Mann konnte dem Grilltisch im Buchladen nicht widerstehen und hat sich "Das ultimative Grillbuch" und "Leckere Partybrote" gegönnt und da stehen wirklich tolle Sachen drin. "Salate im Glas" wollte ich haben, da ich momentan nichts Warmes essen mag, sondern gerade eine Vorliebe für Grünes habe. Wer hätte das jemals gedacht! Aber ich mag es und hoffe mit dem Buch noch mehr inspiriert zu werden.

 
Hier kommen meine Schwächeanfälle aus dem Buchladen. "Gray" musste ich haben, da ich schon von der Autorin die Schafe geliebt habe. "Der Sommer der schwarzen Schafe" klang einfach very british und genau das ist ja meins, diese kleinen englischen Städtchen sind doch immer eine Überraschung wert. "Im Grab schaust du nach oben" ist ein neuer Jennerwein und die Videobotschaft vom Autor ist einfach klasse gewesen, das musste so einfach mit. "Milchschaumschläger" klingt perfekt zum Lachen und für die einfach schönen Lesestunden, so was braucht man ja auch mal. "Ich bin böse" hat die Thematik über eine Serienkillerin, und seit ich die Serie Dexter gelesen hatte, muss ich es lesen. "Mit Staunen und Zittern" ist das nächste Buch für den Buchclub und ich bin schon ganz gespannt. "Der Club" ist mir auf so vielen Bildern im Internet begegnet, das ich es im Buchladen doch zur Hand nahm und der Inhalt überraschte mich und schwups durfte es mit nach Hause.

 
Im Mai kamen die Neuerscheinungen aus dem Wortreich Verlag und alle klingen einfach klasse. "Fast so was wie Liebe" geht es um Liebe, und zwar turbulent und komisch. "Der Flügelschlag einer Möwe" geht um einen Mord und seine Folgen, wie unterschiedlich sie sich auswirken. "Aber das Bild war noch da" und es kommen ein Politiker, ein Autor und auch ein Kunsthändler darin vor. Klingt verzwickt und mega interessant. "Piniensommer" kam ganz überraschend vom Verlag und die Geschichte spielt in Sizilien und Italien geht ja immer. Ich freu mich sehr :-)

 
"Magnus Chase: Der Hammer des Thor" ist ein Rick Riordan  Buch und der erst Teil war schon klasse, also muss ich doch den Zweiten haben. Kapische! "Auf immer gejagt" ist ein schönes Abenteuer und die Liebe kommt hier nicht zu kurz. Ich habe es schon gelesen und rezensiert. "Einzig" ist eine außergewöhnliche Geschichte, und als es mir vorgestellt wurde, wollte ich es einfach lesen. "Scythe - Die Hüter des Todes" hat mich auch bei der Vorstellung begeistert und nun ist es schon da, obwohl es erst im September erscheint, ich bin ja so gespannt und freu mich.

 
"und es schmilzt" geht um eine Frau, die mit einem Eisblock hinten im Auto Richtung Heimatort fährt und die Frage ist, was ist da damals passiert? Ich bin ja so neugierig, das muss ich einfach wissen. "Im Herzen der Gewalt" geht ein harmloser Abend in Paris mit Gewalt zu Ende. Diese Geschichte klingt mehr als nur aktuelle und macht mich wirklich neugierig, wie der Autor das umsetzt. "Heute hat die Welt Geburtstag" ist ein Roman von Flake, einem Mitglied der Band Rammstein und scheint auch in dieser Welt zu spielen. Na, da bin ich mal gespannt. "Kill Baxter" ist der zweite Teil und ich freu mich, denn das erste Abenteuer war wunderbar paranormal.

 
"Was man von hier aus sehen kann" handelt von einem Okapi, der im Traum erscheint und den Tod voraussagt, was ein ganzes Dorf kopfstehen lässt. "Die Kapitel meines Herzens" ist ein Buch über Bücher und die Liebe, klingt sehr vielversprechend. "Das Glück ist ein Vogerl" handelt von Irrungen und Wirrungen im Alltag, mit Humor und Witz, ich freu mich drauf. Und dann ein neues Werk von Antoine Laurain "Die Melodie meines Lebens" klingt einfach wieder wunderbar französisch, ich bin jetzt schon verliebt.

 
Ein mega Dumont Stapel und alle Bücher sind herzlich willkommen und gern gesehen. "Der Freund der Toten" spielt in Irland und die geheimen Stars darin, sind Geister. Ich habe es schon gelesen und finde es großartig. "Hier treffen sich fünf Flüsse" handelt von einem Unfall und fünf Schicksalen. Bis jetzt habe ich von dem Debüt nur tolles gehört und bin sehr gespannt. "Birthday Girl" von Haruki Murakami, eine Erzählung und dazu illustriert. Asche auf mein Haupt, ich habe immer noch nichts von ihm gelesen, aber damit werde ich wohl anfangen. Gute Wahl oder lieber nicht? "Wie die Steeple Sinderby Wanderes den Pokal holten", denn so ganz ohne Fußball in meinem Leben geht es nicht. "Hinter dem Café das Meer" verspricht, die richtige Lektüre fürs Entspannungswochenende zu sein. 

Das war es wieder, viele schöne Bücher, die zum Entdecken und Schmökern einladen. Zwei habe ich sogar schon gelesen und darüber freue ich mich sehr. Allerdings ist die Menge wieder sehr beeindruckend, wer soll das nämlich alles lesen, ich brauche Jahre dafür und es kommen ja immer neue noch dazu ... AAHHHH..... Wie war denn euer Monat? Habt ihr viele Bücher einziehen lassen? Waren von unseren Büchern auch welche für euch dabei? Habt ihr davon was auf der Wunschliste, oder sogar schon eins davon gelesen? Ich freu mich auf jeden Fall wahnsinnig auf alle meine neuen Schätze ;-)
  
Ganz liebe Grüße
Eure, um die Bücherstapel tanzende, Sharon

Freitag, 9. Juni 2017

TAG I Auf immer gejagt

Hallo meine Buchspaziergänger,

gestern konntet ihr meine Meinung zum Buch lesen und heute nehme ich sogar am TAG teil. Diesen haben die Carlsen Damen ins Leben gerufen und sich zu sieben Fragen inspirieren lassen und mal sehen, was bei mir rauskommt. Wer übrigens noch mehr über diese Aktion lesen möchte, der kann das HIER tun. Aber nun legen wir los:
 

Autorin: Erin Summerill I Verlag: Carlsen I Inhalt I gebundene Ausgabe: 19,99 €


Tessa, die Hauptfigur in "Auf immer gejagt" ist wild, unabhängig, stark- und ausgesprochen einsam. An welche Buch-Heldin erinnert dich das?

Ich hatte im ersten Moment Katniss Everdeen im Kopf, aber sie war, was Gefühle angeht immer etwas unterkühlter, das ist Tessa nicht. So war sie für mich eher eine Mischung aus mütiger junge Frau und jemanden der seinem Herzen folgt. Bloß hatte ich dafür nicht die richtige Heldin in Kopf und somit ist Tessa für mich, eine neue Heldin.
 
Tessa hat nur eine Sache, die sie an ihren Vater erinnert: ein verzierter Dolch. Besitzt du ebenfalls ein besonderes Erbstück?

Ja, so ein ganz besonderes Erbstück besitze ich. Meine Oma war eine sehr gläubige Frau, und obwohl ich ihre Einstellung zur Kirche nicht folgen kann, besitze ich ihren Rosenkranz und halte diesen sehr in Ehre. Irgendwie habe ich immer das Gefühl, wenn ich ihn in Händen halte, besonders mit meiner Oma in Verbindung zu stehen und das er mir Kraft gibt, wie ihr. 
 
Wenn sich Tessa auf etwas verlassen kann, dann auf ihre Bauchgefühl. Wie ist das bei dir?

Ach, das gute Bauchgefühl. Ich sollte nur mal besser darauf hören, allerdings kollidiert es immer mit dem Verstand und den Gefühlen und spielt mir deshalb oft einen Streich. Aber im Großen und Ganzen stimmt die erste Bauchwelle immer überein, mit dem Ende. Ich gelobe, gegen über meinem Bauch, Besserung.



 
In "Auf immer gejagt" haben manche Menschen besondere Begabungen. Welche besondere Fähigkeit würdest du gerne besitzen?

Ich finde Tessas Gabe eigentlich sehr praktisch, zu erkennen, wer die Wahrheit sagt oder nicht. Das könnte mir gefallen und wäre ungemein praktisch, somit wäre meine Mischung aus Bauch und Verstand entlastet :D

Liebe oder Ehre - der Mensch, den du liebst, begeht Verrat an deiner Familie. Wie würdest du dich entscheiden?

Oh, die liebe Familie. Das kann man nicht so einfach beurteilen. Wenn wir vom Idealfall ausgehen, dann ist Familie wichtiger, als alle Herzensangelegenheiten, allerdings kann auch Familie sehr problematisch sein. Am besten spricht man erst einmal mit allen und entscheidet selbst seinen eigenen Weg. 

Im Wald überleben, so wie Tessa, hast du davon schon mal geträumt?

Ich und im Wald überleben! Gelächter!!! Ich bin ein Stadtkind und wäre völlig aufgeschmissen. Und ehrlich, ich finde Camping schon schrecklich. Ein Spaziergang muss reichen.




Die Würfel sind gefallen - was hält "Auf immer gejagt" wohl für dich parat?

Diese Geschichte hält Abenteuer, Magie und eine süße Liebesgeschichte parat. Unterhaltende Lesestunden inclusive!

Ich hoffe, ich konnte euch neugierig machen und ihr schenkt eure Aufmerksamkeit diesem Buch und fandet meine Antworten interessant.

Ganz liebe Grüße
Eure, die Farbe grün mögende, Sharon
 

Donnerstag, 8. Juni 2017

Rezension: Erin Summerill * Königreich der Wälder: Auf immer gejagt


Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: Carlsen
ISBN-13:
978-3551583536
Preis: 19,99 EUR
E-Book: 13,99 EUR
Reihe: 1. Teil
Erscheinungsdatum: April 2017
Übersetzer: Nadine Püschel 


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Inhalt:
Tessa ist die Tochter, von Saul, dem Kopfgeldjäger des Königs und ihre Mutter, kam aus dem angrenzenden Nachbarland, in welchem Magie vorkommt und welche strikt in Malam verboten ist. So ist sie eine Ausgegrenzte und ein sehr einsames Mädchen, was durch den Tod des Vaters, nun auch noch um ihre Existenz bangen muss. Aber als beste Fährtenleserin vor Ort bekommt sie eine Chance, sie soll den Mörder ihres Vaters aufspüren, dann würde sein Besitz auf sie übergehen. Tessa hat keine Wahl, sie macht sich im Auftrag des Königs auf, um nach Cohen zu suchen, den Schüler ihres Vaters und den Mann, den sie liebt. Ist Cohen wirklich der Mörder? Wen kann Tessa trauen? Und über welche Erkenntnisse wird sie über sich selbst stolpern?

Meinung:
Nach meinen letzten Fantasygeschichten in Jugendbereich, die mich nur mäßig überzeugen konnten, hatte ich hier ganz große Hoffnungen. Das Cover ist ein Traum und ich mag starke junge Frauen, die ihren Weg gehen wollen und sich durchsetzten. Naja, und ein bisschen Liebe geht immer. Ob ich nun endlich mal wieder ein tolles Leseerlebnis hatte, erzähle ich euch jetzt.

Tessa ist jung und sehr einsam, außer ihrem Wald, ihren Vater und Cohen hat sie keinen und es schmerzt sie sehr, von allen ausgegrenzt zu werden. Aber sie kommt gut zurecht, liebt ihr Zuhause trotzdem und ist eine der besten Fährtenleserin im Land, denn auch sie wurde von ihrem Vater ausgebildet. Ich mochte Tessa sehr, irgendwie habe ich ja ein Faible für starke Frauen, die sich nichts gefallen lassen und einen kühlen Kopf bewahren. Zumindest hat sie das am Anfang, aber diese Männer, oder dieser eine macht ihr das Leben nicht einfach. So durchlaufen wir in den ersten Seiten eine Palette von Gefühlen durch, Verzweiflung, Unglaube, Angst, Furcht, aber auch Kampfeswille und Sturheit. Tessa ist keine, die aufgibt und sich ihren Schicksal überlässt und je weiter sie in der Geschichte voranschreitet, umso mehr erfährt sie noch über sich selbst, was doch sehr interessant war.

Natürlich gibt Cohen die zweite Hautrolle im Buch und ist ein unverschämt charmanter Beschützer, der das Leserherz höher schlagen lässt. Allerdings werde ich nicht mehr über ihn verraten, das täte nämlich eurer Spannung, ein bisschen die Wirkung nehmen und das wollen wir nicht. Aber Augen auf, jede Spur könnte auch eine falsche sein.

Erin Summerill hat hier ein tolles Abenteuer geschaffen und versetzt einen ein bisschen ins Mittelalter mit ihren Burgen und Märkten, lässt aber auch die Fantasy anklingen, denn Tessa ist nicht nur einfach Tessa. Nein, sie hat besondere Gaben und durch den Umstand, dass sie verboten sind, weiß sie selbst nicht so recht, was sie da tut. Das macht natürlich neugierig und lässt noch so einige Überraschungen erahnen. Überhaupt startet sie recht flott ins Geschehen und treibt ihre Geschichte immer schnell voran, dass somit keine Langeweile aufkommen kann. Wir rauschen durch die Wälder nach dem Mörder und halten auch nicht für die Liebesgeschichte an. Es ist ein wahrer Blättertanz mit Licht und Schatten und dieser macht einfach Spaß zu lesen. Man hat hier wirklich alles was das Herz begehrt, Spannung, Magie und so einige Schlagabtausche zweier Liebenden, die sich des anderen nicht sicher sind.

Nun kann man noch extrem kritisch anmerken, dass einiges vorhersehbar ist und das man Ähnliches schon gelesen hat. Aber für mich kam das Buch zur rechten Zeit, manchmal muss es nicht total unentwirrbar sein und ich hatte tolle und entspannende Lesestunden gehabt. Für ein Debüt ist es ein vielversprechender Auftakt und da kommt ja noch mehr, denn sie hat einen bösen Cliffhanger am Ende geliefert und mit dem bin ich ehrlich gesagt überhaupt nicht glücklich.

Dieses Abenteuer ist wie ein Waldspaziergang, hinter jeder Ecke kann eine Überraschung auftauchen und das Spiel mit dem Licht, das durchs Blätterdach bricht ist einfach faszinierend. Ein Debüt mit noch mehr Potenzial nach oben und zwei Hauptprotagonisten die einen ans Herz wachsen. Eine Geschichte zum Mitfiebern, schmachten und mitkämpfen.


Henry und ich hatten wirklich schöne unterhaltende Lesestunden und dafür gibt es vier Bücherpunkte:
 
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Über die Autorin:
 

 
Erin Summerill, in England geboren, wuchs in Hawaii, Kalifornien und schließlich in Utah auf. Sie studierte Literaturwissenschaft an der Brigham Young University in Salt Lake City, begann zu schreiben und wurde Hochzeitsfotografin.



Vielen lieben Dank an den Carlsen Verlag für das  Rezensionsexemplar.