Montag, 11. Dezember 2017

BÜCHERPOST im November ...

Hallo meine Lieben,

der November ist schon rum und der Dezember schreitet mit großen Schritten voran, die Zeit rennt so dahin. Natürlich gab es auch im November wieder einige Zugänge zu verzeichnen, was wäre ein Leben ohne Bücher, machbar aber sinnlos, oder? Es sind natürlich wieder ein bisschen mehr geworden, als eigentlich geplant, aber wir arbeiten dran ...hihi... Aber ihr wollt sie doch sehen und deshalb legen wir los:

Dexter hatte ein sehr anstrengendes Wochenende!

 
Ich liebe ja Bücher, die mich auf Weihnachten einstimmen, und hege ja die Tradition, mir alle Weihnachtsbücher raus zu kramen und darin rumzublättern, einfach weil mich die Bilder und Texte total glücklich machen und ich Lust auf diese Zeit bekomme. Natürlich spricht doch nix dagegen die Sammlung auszubauen, oder? "Das Grosse Hausbuch zur Weihnachtszeit" ist mir schon virtuell über den Weg gelaufen, aber auch in einer großen Bücherkette in die Hände gefallen und es ist ein Traum. Wunderschön gestaltet, auch wenn einige Seiten nicht wirklich originell waren, ist es einfach ein Genuss durchzublättern und einfach die Songtexte mitsummen. Eine Kleinigkeit am Rande, ich wollte es in meiner Lieblingsbuchhandlung dann bestellen und was ist, es gibt es nicht mehr für dieses Jahr, unglaublich! "Backen in der Winterzeit" ist auch mir zuzurechnen und ich bin total verzückt von den Bildern und den mal anderen Gerichten, denn hier gibt es statt Weizenmehl und Zucker, ganz andere Zutaten, was bin ich gespannt darauf. Danke liebe Petzi fürs darüber quatschen ;-)

 
Natürlich gab es auch noch weitere Besuche in meiner Lieblingsbuchhandlung und das ist die Ausbeute. "Wo das Dunkel schläft" ist der finale Band der Raven Boys, und da ich Maggie Stiefvater unglaublich gern mag, musste auch dieser Band her. Allerdings muss ich noch Band drei zuerst lesen, aber zumindest ist die Reihe jetzt komplett. "Dein Weg, meine Liebe" habe ich vom lieben Buchhändler in die Hand gedrückt bekommen, mit dem Vermerk, das könnte was für dich sein. Ich bin sehr gespannt, was er da ausgesucht hat und sage auch hier nochmals danke. "Die Leute von Nr. 37" hatte ich hier schon mal als Neues auf dem Büchermarkt vorgestellt und es interessierte mich immer noch, ein Haus, ein Wohnblock und ein freies Apartment in Paris, das kann kritisch und witzig werden. 

 
Diesen Stapel könnte ich jetzt sofort anfangen zu lesen. "Die Enthüllung der Welt" hatte ich schon auf einem anderen Blogkanal entdeckt und wurde dann vom Autor angeschrieben, und ich konnte nicht Nein sagen, es klingt einfach total ansprechend. Wissenschaft und Liebe mit historischem Setting. Der nächste Urlaub kommt bald!! "Der Report der Magd" ist bei vielen von euch Schullektüre gewesen, mir war es bis dato völlig unbekannt, und da es jetzt durch eine Serie und den Friedenspreis der Autorin in aller Munde wieder ist und der Verlag eine Schmuckausgabe rausgebracht hat, musste ich es vorbestellen. Wunderhübsch. "Dumpin" wurde mir auf der Frankfurter Buchmesse schon ans Herz gelegt und ich sage, ja, zu Dick und schön. Mal schauen, wie das mit dem Schönheitswettbewerb umgesetzt wurde. "Schlaf gut, ihr fiesen Gedanken" wollte so dringend zu mir, das es sogar doppelt den Weg zu mir gefunden hat und ich glaube, es ist ja bald Weihnachten. Von John Green habe ich noch nie was gelesen, vielleicht sollte ich hiermit anfangen.
 
 
"Passagier nach Frankfurt" ist ein Agatha Christi Fall, der zum ersten Mal im deutschsprachigen Raum als Einzelband erschienen ist und ich habe momentan so richtig Bock auf very british. "Johnny Ruin" ist mein Erster Tempo Verlag Titel und diese Geschichte klingt nach irrem Roadtrip und auf diese abgefahrene Story bin ich mächtig gespannt. "Die Verzauberung der Schatten" ist schon der zweite Teil und ich muss mich schämen, da ich Teil eins noch hier liegen habe. Aber vielleicht hat es auch was Gutes und man kann es in einem Rutsch verschlingen. "In den Strassen die Wut" ist mir einfach so ins Haus geflattert, ziemlich verwundert hatte ich es in den Händen gehalten, aber Hola, das klingt gut und der Verlag scheint meinen Geschmack zu kennen. Ist das nicht genial.
 
 
Und ein großes Königskinder Paket ist bei mir eingezogen! Seit ich die schlimme Nachricht vernommen und immer noch schwer am Verdauen bin, ist mein Entschluss riesen groß, alle Buchschätze mein eigen zu nennen. Tja, und ich bin ganz fleißig dabei, viele fehlen nun nicht mehr. Ich werde jetzt nicht zu jedem was schreiben, aber als Tipp, wer alle auch besitzen möchte, sollte voranmachen, denn einige sind schon vergriffen. "Wörter auf Papier", "Zwillingssterne", "Löffelglück", "Die Anatomie der Nacht", "Das Fieber", "Kleiner Wahn", "Am tiefen Grund", "Der 13. Stuhl", "Eine Geschichte der Zitrone" und "Marcus".

Das war es nun endlich, viele schöne Bücher, die zum Entdecken und Schmökern einladen. Noch keins gelesen, aber hoffentlich werden bald welche verschlungen. Diesmal hat sich die Menge einigermaßen so in Grenzen gehalten, aber ich gelobe, der Dezember muss besser werden. ... YEAH..... Wie war denn euer Monat? Habt ihr viele Bücher einziehen lassen? Waren von unseren Büchern auch welche für euch dabei? Habt ihr davon was auf der Wunschliste, oder sogar schon eins davon gelesen? Ich freu mich auf jeden Fall wahnsinnig auf alle meine neuen Schätze ;-)

Ganz liebe Grüße
Eure, die Finger von den Vorschauen lassende, Sharon


Freitag, 8. Dezember 2017

Rezension: Francis Duncan * Ein Mord zu Weihnachten


Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
Verlag: Dumont
ISBN-13: 
978-3832198640 
Preis: 15,00 EUR
E-Book: 9,99 EUR
Reihe: 2. Teil im Original 
Erscheinungsdatum: Oktober 2017
Übersetzer: Barbara Först




Inhalt:
Jedes Jahr lädt Benedict Grame auf seinem Landgut Freunde und Bekannte ein, um ein großes Weihnachtsfest zu feiern. Da der Hausherr ein begeisterter Anhänger weihnachtlicher Traditionen ist, soll es jedem gefallen. Zum ersten Mal wird auch der Hobbydetektiv Mordecai Tremaine eingeladen, und obwohl er schon anders verpflichtet war, nimmt er die außergewöhnliche Einladung an. Dort eingetroffen stößt er auf viele unterschiedliche Gäste, die ihre Weihnachtsstimmung gut verbergen und das, obwohl der Gastherr sich so viel Mühe gibt. Als sich die Gemeinschaft am späten Heiligabend zurückzieht, werden sie später von einem Schrei geweckt. Unterm Tannenbaum liegt er tot, der Weihnachtsmann. Mordecai Tremaine kribbelt es in den Fingern, hier stimmt was nicht, nur was? Wer ist der Tote? Und wer der Mörder? Kann Mordecai Tremaine Licht ins Dunkel bringen?

Meinung:
Ich bin ein großer Fan von Büchern, die einen zur Weihnachtszeit einstimmen und warum nicht auch mal ein Mord. Der Plot hat mich ein bisschen an den Film „Eine Leiche zum Dessert“ erinnert, wo der Gastherr alle berühmten Detektive einlädt, damit diese ein Mord im Hause aufklären sollen. Man was habe ich diesen Film oft geschaut und hier hatte ich direkt das Gefühl, das könnte genau meinen Geschmack treffen. Ob mich dieses Buch überzeugen konnte, erzähle ich euch nun.

Der Prolog stimmt schon schön schaurig auf die Nacht des Heiligabends ein und wirft schon ungeahnte Schatten voraus. Danach stoßen wir im ersten Kapitel auf ein junges Liebespaar, dessen Beziehung, aber der Ziehvater der jungen Dame nicht gesonnen ist. Dieses erste Zusammentreffen der Figuren lässt schon wunderbar erkennen, in diesem Haus stimmt was nicht und was sind das bitte für Gäste. Noch offensichtlicher wird es, als Mordecai Tremaine auftritt und die gesamte Atmosphäre seinen Biss bekommt. Mordecai wundert sich nämlich recht schnell, das so viele Gäste gar nicht in Weihnachtsstimmung sind und sich lieber aus dem Weg gehen, als gemeinsam etwas zu unternehmen. Da kommt natürlich schnell die Frage auf, warum sind sie der lästigen Pflicht für diesen Besuch nachgekommen. Aber nun gut vielleicht wollen sie auch alle nur den Gastherrn einen großen Gefallen tun. Auf jeden Fall gibt es schon vorab, mächtig Nährboden für Spekulationen.

Mordecai Tremaine ist ein älterer Herr, der früher einmal Tabakhändler war und einem Faible für Romantik hat. Seine Leidenschaft gilt aber auch der Hobbydetektei und so erinnert er einen an die alten Klassiker unserer Literatur. Und so ganz abwegig ist das Ganze auch nicht, denn der Krimi ist aus dem Jahre 1949 und hat genau den Charme alter Detektivgeschichten. Ach, wer wollte nicht mit Miss Marple oder Sherlock Holmes ermitteln. So stehen hier Irrungen und Verwirrungen der Figuren im Vordergrund, wir sind räumlich begrenzt und wer viel Blut und Tempo erwartet, ist absolut falsch. Hier herrscht das typische Beobachten, spekulieren und mit raten, ein Bühnenstück sozusagen und mehr als nur unterhaltend. Klar verliert sich manchmal ein Detektiv und viele Spuren eröffnen das weite Feld der Ermittlung. Die erste Hälfte ist dem Kennenlernen gewidmet, so dass jeder mal in Erscheinung tritt und wir die Figur beschnuppern können. Erst in der zweiten Hälfte gibt es unseren Mord und wir wissen, der Mörder ist unter uns. Das Kombinieren kann beginnen und das hat auch manchmal kleine Längen im Gepäck.

Eine super Spürnase im Einsatz, mit viel Fein- und Fingerspitzengefühl im Gewand der alten Zeiten und den Charme vergangener Tage, ohne CSI und allen modernen Firlefanz. Ich hatte amüsante Lesestunden und konnte wieder über die Boshaftigkeit mancher Zeitgenossen staunen. Ein gelungener Weihnachtseinstimmer in old british Stil. Ich freu mich nun auf meinen Tannenbaum, bitte ohne Leiche.


Henry und ich mögen einfach diese alten Detektivgeschichten und dafür gibt es vier Bücherpunkte:

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Über den Autor:
    


Francis Duncan wurde 1914 unter dem Namen William Underhill in Bristol geboren. Er arbeitete viele Jahre als Lehrer und veröffentlichte mehr als zwanzig Kriminalromane. Er starb 1988.

Quelle: Dumont Verlag

Vielen lieben Dank an den Dumont Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

Mittwoch, 6. Dezember 2017

NEUES auf dem Büchermarkt ...

Hallo meine Bücherentdecker,

hier kommt nun ein Buch, auf das ich mich schon riesig freue und ich hibbel schon ganz ungeduldig mit meinen Füßen. Diese Autorin hat mich schon mit ihren anderen Büchern voll überzeugt und endlich, bringt der Verlag nach langem Hin und Her ihr Buch raus. Eigentlich war es nämlich als Taschenbuch für den Herbst geplant und dann wurde es ein Hardcover für das Frühjahr. Ich freu mich so sehr für die Schriftstellerin und jetzt schaut mal hier:
 

Totenweg
1. Band
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum: 23.02.2018

Eine junge Polizistin. Ein Kriminalhauptkommissar kurz vor der Pensionierung. Nichts verbindet sie - außer dem nie aufgeklärten Mord an einem jungen Mädchen. Für ihn ist es ein Cold Case, der ihn bis heute nicht loslässt. Für sie: ein Albtraum ihrer Kindheit. Denn sie fand damals die Leiche und verbirgt seither ein furchtbares Geheimnis. Achtzehn Jahre hat sie geschwiegen - bis ein weiteres Verbrechen geschieht und die Vergangenheit sie einholt …

 


Ich finde, es klingt nach einem ganz tollen Plot mit bestechender Atmosphäre und allein die Figuren versprechen spannende Konstellationen. Was bin ich gespannt! Was freu ich mich drauf! Februar du wirst jetzt schon toll! Wer hat von ihr auch schon was gelesen? Steht ihr neuster Krimi auch schon auf eurer Wunschliste? Und wie gefällt euch das Ermittlerteam? 

Ganz liebe Grüße
Eure, Sehnsucht nach Hamburg habende, Sharon

Samstag, 2. Dezember 2017

Coppenrath Verlag Kaminzimmerlesung mit Nikola Huppertz

Hallo meine Lieben,

anfang des Jahres, um genau zu sein, am 07.01.2017 haben wir uns auf den Weg nach Münster gemacht und sind der wunderbaren Einladung des Coppenrath Verlages gefolgt. Ganz stilecht hat es geschneit und so schmeckten Kaffee und Kuchen gleich noch besser in diesem zauberhaften Ambiente.

Allerdings muss ich vorab vielleicht was Einleitendes sagen, mir ging es Anfang es Jahres gar nicht gut, ich hatte ein sehr einschneidendes Ereignis hinter mir, war menschlich total enttäuscht und stand einfach ein bisschen neben mir. Trotzdem wollte ich unbedingt dabei sein, denn Ablenkung ist ja was Gutes und ich liebe einfach diese alte Feuerwache mit seinem verlockenden Showroom. Immerhin geht das Leben ja weiter und jetzt schaue ich gern zurück und möchte euch wenigstens die Bilder zeigen ...


Kuschelige Kaminzimmerstimmung!


Dieses Mal war Nikola Huppertz der Stargast mit ihrem Buch "Mein Leben mal eben" und das schauen wir doch mal zuerst an:

 

Autorin: Nikola Huppertz I Verlag: Coppenrath I Inhalt I Taschenbuch: 12,99 €


Der Chef höchstpersönlich vor Ort.

Als die Autorin vorgestellt werden sollte, ging an der Seite die Tür auf und Wolfgang Hölker stand überraschend einem Publikum gegenüber. Er selber hatte sich an dem Tag in die alte Feuerwache zurückgezogen und nicht daran gedacht, dass hier eine Lesung stand findet. Aber ganz der Chef übernahm er die Vorstellung und plauderte beschwingt drauf los. 


Nikola Huppertz, man ist sie groß!

Danach übernahm dann die Autorin und stellte ihr Buch vor und die Idee dahinter. Es ist einfach die Zeit, an denen sich ein Jugendlicher weiterentwickelt und seinen eigenen Geschmack herauskristallisiert. Aber auch die Zeit, wo man normal sein möchte und sich die ersten Fragen auftun. Und diese Romanheldin hat ein sehr modernes Familienkonzept. Da kann man sich schon mal fragen, wer bin ich und was will ich sein. Auf jeden Fall nicht das Mädchen mit dem Unnormal-Gen.


Lesen vor dem Kamin.

Natürlich hat Nikola Huppertz auch gelesen und auch einiges erzählt. Darüber, dass sie Heavy Metal gern hört, aber auch ein Bach Konzert. Wie sie sich in Jugendliche hineindenkt. Wie ihr Sohn ihr dabei hilft und wie schwer es war, das perfekte Cover zu finden. Ich habe gern zugehört und trotz, dass meine Gedanken nicht immer vor Ort waren, fand ich es schön und es klang einfach toll. Hier hat der Coppenrath eine richtig schöne neue Reihe ins Leben gerufen.

Eine Reihe, aber verschiedene Autoren.

Nach der Lesung durfte man sich sein Buch signieren lassen und dann zu Kaffee und Kuchen übergehen. Gemütlich beisammensitzen, plaudern und über Bücher philosophieren. Natürlich fand auch wieder die Rundtour durch die Räume statt und sogar Herr Hölker zeigte sein Afrikazimmer selbst. Es ist immer ein Erlebnis, und da die Feuerwache mit Antiquitäten vollgestopft ist, entdeckt man auch immer ganz viel Neues.


Danke Nikola.
 
Da ich nicht die größte Stimmungskanone an diesem Tag war, ging es für uns recht früh wieder zurück. Auch die vereisten Straßen sorgten für eine längere Heimfahrt. Aber davor musste ich noch eine Runde durch den Ausstellungsraum drehen und einfach nur genießen.

Immer so schöne Dinge!

Wer die Gelegenheit bekommt diesen tollen Verlag besuchen zu dürfen, sollte diese Chance unbedingt ergreifen. Das Flair, die Gastfreundschaft und das Ambiente machen aus einem Tag in Münster ein unvergessliches Lieblingserlebnis. Also liebes Coppenrath Team habt vielen lieben Dank und ihr seid einfach spitze. Auch an Nikola Huppertz vielen lieben Dank für ihre Einblicke und Zeit.

Ihr Lieben, ich hoffe, ihr hattet ein bisschen Spaß bei meinem kleinen Ausflug und nehmt mir meine Wortsparsamkeit nicht übel, aber manchmal ist das Leben nun mal so ...seufz... aber vielleicht mögt ihr das ja gerade.
Ganz liebe Grüße
Eure, sich über die schönen Dinge erfreuende, Sharon


Freitag, 1. Dezember 2017

Rezension: Sarah Bosse * Weihnachten in der Pfeffergasse


Gebundene Ausgabe: 184 Seiten
Verlag: Coppenrath
ISBN-13:
978-3649625513
Preis: 12,99 EUR
E-Book: -,- EUR
Reihe: 1/1 
Erscheinungsdatum: September 2017
Illustrator: Cornelia Haas und Marie Braner




Inhalt:
Der Adventsmarkt läuft prächtig, überall festliche Farben, der Duft von frischen Waffeln und Plätzchen liegt in der Luft und drum herum erklingt weihnachtliche Musik. Finn und Greta amüsieren sich bestens und auch ihre Oma ist mit Leib und Seele dabei, selbst beim Bierkistenklettern macht sie mit. Tja, und dann passiert das Unglück! Oma Rosa stürzt und muss im Krankenhaus bleiben, aber was ist mit ihrem Buchladen? Die Geschwister fackeln nicht lange und hecken einen Plan aus, sie wollen den Laden zusammen mit Omas Mitarbeiter Herrn Weber schmeißen. Nur darf, die Oma und ihre Eltern nicht dahinter kommen. Ob sich Greta und Finn da nicht zuviel zumuten? Werden sie ihr Geheimnis bewahren können? Und warum ist abends Licht im Laden?

Meinung:
Ich habe dieses entzückende Buch gesehen und sofort gewusst, das möchte ich lesen, denn wer möchte nicht auch eine Oma haben, die einen Buchladen führt. Das ist schon der Traum von einem Bücherliebhaber und dann auch noch zur Weihnachtszeit mit dem Schmücken und passender Literatur, ach und allein der Duft von Büchern. Ihr seht, schnell war ich vom Inhalt entzückt, und ob mich die Pfeffergasse weihnachtlich einstimmen konnte, erzähle ich euch nun.

Finn und Greta sind ein eingespieltes Geschwister Team, das müssen sie auch sein, denn ihr Vater arbeitet im Hotel und ist wenig zu Hause und ihre Mutter endlich, auf einem lang ersehnten Seminar. Da kommt das Unglück von Oma Rosa genau unpassend und bringt die beiden Enkel auf einen genialen Gedanken. Sie übernehmen den Buchladen und werden ihre Mutter bei der Weiterbildung lassen, sowie den Vater raushalten und nur allein mit dem schusseligen Herrn Weber den Laden führen. Da steht natürlich einiges an, Ladendekoration und ein neues Schaufenster muss her, außerdem müssen mehr Kunden her und Herr Weber muss mit der Kasse besser werden. Viele Aufgaben kommen da auf Bruder und Schwester zu und die Schule muss nebenbei auch noch laufen. Dazu kommt noch das kleine Ungereimtheiten im Geschäft auftreten und Finn und Greta auch noch dort ermittlerisch tätig werden müssen.

Die Geschichte wird mit einer Altersempfehlung von 8 - 10 Jahren empfohlen und genauso bin ich ran gegangen. Nicht zuviel erwarten und einfach verzaubern lassen und das ist Sarah Bosse gelungen. Sie bringt einen in weihnachtliche Vorstimmung und lässt einen in wirklich schöne Lesestunden eintauchen. Die Autorin hat dabei wirklich ein Händchen für Figuren, eine moderne Oma, die jeden Quatsch mitmacht und der dadurch ein Missgeschick passiert. Wer möchte nicht solch eine Oma haben. Eltern, die zwar im beruflichen Dauerstress sind, aber versuchen wenigstens zusammen zu Abend zu essen. Eine Tradition, mit der ich auch aufgewachsen bin und ich für wichtig halte. Dann natürlich Geschwister, die sich verstehen und gern zusammen Abenteuer erleben und genau das, ist ja so ein Buchladen, ein großes Abenteuer, und dieses gilt es zu meistern. Dabei lässt sich die Autorin einiges einfallen und man kommt aus dem Staunen und Schmunzeln nicht mehr raus, ein wahrer Funkenhagel an Ideen. Zur Seite bekommen Finn und Greta noch einen Kater gestellt und Herrn Weber, der so seine eigene kleine Geschichte in sich trägt.

Für mich ein toller Lesespaß mit tollen Effekten, wie Freundschaft, Hilfsbereitschaft, vom Glück und Freude schenken, Gemeinschaft und Liebe und sind das nicht die Dinge die Weihnachten so besonders machen. Ich hatte Weihnachtsduft in der Nase und Schnee im Haar, dazu eine heiße Tasse Tee in den Händen und im Herzen die Vorfreude auf die Adventszeit. Tja, und trotz das die beiden ein bisschen Schummeln und Lügen mussten, konnte man es Verzeihen, denn das Große und Ganze war eine tolle Sache. Eine tolle Geschichte für die ganze Familie, denn da hat jeder Spaß dran und vielleicht sogar alte Kindheitserinnerungen im Kopf.


Henry und ich hatten großen Spaß und weihnachtliche Vorfreude und deshalb gibt es vier Bücherpunkte:


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Über die Autorin:
  


Sarah Bosse, Jahrgang 1966, wuchs im Münsterland auf. Seit 1993 arbeitet sie als freie Kinder- und Jugendbuchautorin sowie als Übersetzerin für schwedische Jugendbuchliteratur. Mit der Übersetzung "Rollenspiele" (Autor: Hans Olsson) war sie 1997 für den deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.

Quelle: Coppenrath Verlag 


Vielen lieben Dank an den Coppenrath Verlag für dieses Rezensionsexemplar. 

Mittwoch, 29. November 2017

NEUES auf dem Büchermarkt ...

Hallo meine Bücherduftliebhaber,

auf dieses Buch freue ich mich schon ziemlich lange, da der Erscheinungstermin nach hinten verschoben wurde. Nun ist die Vorfreude zum Zerreißen gespannt und ich bin so neugierig, mit welchen Figuren uns der Autor wieder überraschen wird. Diesmal ist es kein ordnungsliebender Beamter, oder ein selbstverliebter Macho, oder ein ganzes Rentnerdorf, sondern eine ältere Dame, die sich nix sagen lässt und das klingt nach Turbulenzen. Aber schaut euch das Buch doch mal an:

 
Fräulein Hedy träumt vom Fliegen
Verlag: Insel
Erscheinungsdatum: 15.01.2018

»Dame in den besten Jahren sucht Kavalier, der sie zum Nacktbadestrand fährt. Entgeltung garantiert.« – Eine Annonce in der örtlichen Tageszeitung bringt alles ins Rollen: Hedy von Pyritz, 88 Jahre, diszipliniert, scharfzüngig, eitel. Hellwacher Verstand, trockener Humor, zuweilen übergriffig. Eine alte Dame, die meist im Rollstuhl sitzt, sorgt für einen handfesten Skandal in dem kleinen Städtchen im Münsterland, wo sie herrschaftlich residiert.
Aber Fräulein Hedy bleibt unbeirrt: Sie wird ihren Willen durchsetzen! Und findet in ihrem schüchternen, sanften Physiotherapeuten Jan einen Mitstreiter. Vielmehr nötigt sie ihn förmlich dazu. Der junge Mann wird sie fahren. Basta!
Jan hat keinen Führerschein, dafür aber eine nie behandelte Lese-Rechtschreibschwäche, so dass Hedy den Unterricht übernimmt und sich schon bald eine ungewöhnliche Beziehung zwischen den beiden festigt. So vertraut sie ihm nach und nach die Geheimnisse ihrer schillernden Vergangenheit an und verändert damit auf ungeahnte Weise seine Zukunft ...


Ein ziemlich unterschiedliches Duo, oder was sagt ihr? Das klingt nach herrlichem Lesespaß mit der richtigen Mischung aus Humor und Ernst des Lebens. Kennt ihr denn schon Bücher von Andreas Izquierdo? Steht es auf euerer Wunschliste? Und was sagt ihr zum Buchcover? Ungewöhnlich, oder? Aber wisst ihr was, dieses Buch mit seinem wunderbaren Autor wird auch die erste Lesung für 2018 sein. WhoopWhoop ... Das wird ein super Start!

Ganz liebe Grüße
Eure, sich vor Begeisterung warm hüpfende, Sharon

Montag, 27. November 2017

Rezension: Julie Otsuka * Wovon wir träumten


Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
Verlag: mare
ISBN-13:
978-3866481794
Preis: 18,00 EUR
E-Book: 7,99 EUR
Reihe: 1/1
Erscheinungsdatum: Juli 2012
Übersetzer: Katja Scholtz 


Leseprobe? Kaufen? 


Inhalt:
Anfang des 20. Jahrhunderts machen sich viele japanische Frauen auf den Weg nach Amerika, um dort japanische Einwanderer zu heiraten. Sie kennen ihre Ehemänner nicht und auch diese Männer haben sich ihre Frauen über einen Heiratsvermittler ausgesucht. Unter den Frauen herrscht ein großes Bangen auf der Überfahrt, aber auch die Hoffnung auf ein gutes Leben. Ihre Ankunft ist ernüchternd, denn ihre Männer sehen selten, wie die auf dem Foto aus und statt Wohlstand, erwartet sie harte Arbeit. Welche Schicksale werden sie erwarten? Wird es besser werden? Oder hat die Zukunft noch schlimmer Dinge mit ihnen vor?

Meinung:
Wovon wir träumten, hatte mich damals angesprochen, einmal wegen des wunderschönen Buchcovers und auch weil das Thema Japan eine Rolle spielte. Aber war ich damals wirklich darauf vorbereitet, dass dieses Büchlein über Epochen geht und das Schicksal vieler Frauen wiedergibt? Ich glaube nicht wirklich, obwohl es ja klar und deutlich auf dem Buchrücken steht, hatte ich irgendwie eine andere Vorstellung. Nun habe ich es Jahre später endlich zur Hand genommen und gelesen.

Ich glaube, was sofort beim Lesen auffällt, ist die gewählte Sprache der Autorin. Sie gibt nicht einer Frau eine Stimme, sondern allen, wie in einem kleinen Mikrokosmos kommt jede zu Wort, ohne wirklich zu sprechen. Die Autorin fängt ziemlich gelungen jedes Schicksal ein und gibt ihren Kapiteln immer ein übergreifendes Thema, wie, die Überfahrt, die Ankunft, das Einleben, Kinder und so weiter. Dabei erzählt sie nicht nur das Geschehene, sondern zählt endlos jedes Schicksal der Frauen auf. Was mich am Anfang allerdings unglaublich beeindruckte, wirkte bei mir mit jeder Seite abstumpfender, denn wenn man nur noch Schlechtes und Grausames liest, kann man es selber nicht mehr ertragen und verschließt sein Inneres. So konnte ich nicht jedes Schicksal tragen und ratterte nur noch die Zeilen bis Kapitelende runter. Es ist unglaublich schmerzvoll, was diese Zeit mit den Frauen gemacht hat.

Was mich immer wieder noch schockt und wütend macht, ist die historische Geschichte von Amerika. Der Befreiungsstaat, wo träume wahr werden und man alles Erreichen kann und dann erfährt man, was sie mit ihren eigenen Einwanderern gemacht haben. Natürlich wird dieses Thema schön ruhig gehalten und die Vorwürfe auf andere Nationen gerichtet, ohne sich selbst an die Nase zu packen. Deshalb finde ich solche Bücher gut und fand diesen Leidensweg einer ganzen Generation wichtig, auch wenn die Schicksale nicht leicht zu verdauen sind.

Diese Frauen wurden von ihren Träumen bitter enttäuscht und mussten einen schweren Leidensweg gehen. Durch ihre Traditionen geprägt fiel ihnen der Anschluss und das Leben in der neuen Welt schwer, selbst ihre Kinder verleugneten später ihre Herkunft und trotzdem haben sie ihr Schicksal ertragen und sind ihren Weg durch viele schwere Hürden gegangen, um dann doch leise zu verschwinden. Eine unglaublich mutige, aber auch traurige und berührende Geschichte.
 
Henry und ich haben den Schmerz oft förmlich gespürt und vergeben dafür vier Bücherpunkte:

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Über die Autorin:
  


Julie Otsuka, geboren 1962 in Kalifornien, lebt heute in New York City. 2002 erschien in den USA ihr Debütroman When the Emperor Was Divine. Sie war Guggenheim-Stipendiatin und wurde mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet. Wovon wir träumten ist ihr zweiter Roman und der erste, der auf Deutsch erscheint.  

Quelle: mare Verlag