Montag, 16. Oktober 2017

BUCH zu verschenken!

Hallo meine Lieben,

die Buchmesse ist schon wieder vorbei, man hat ja das Gefühl, das die Zeit hier noch schneller vergeht. Tausende Bücher gesehen, viele in die Hand genommen und jenige auf die Wunschliste geschrieben. Und natürlich viele Bücher angelächelt, die schon zu Hause stehen und gelesen werden möchten. Unteranderem nämlich die Reihe Taste of Love von Poppy J. Anderson. Bald kommt schon Band drei heraus und da finde ich es doch schön, euch mit Band zwei zu verlocken. Außerdem ist es doch die perfekte Zeit, kuschel Wetter, man hat Lust auf Kekse zu backen und Romantik in der Küche ...seufz... Was meint ihr, ein bisschen Lust auf Essen und Liebe? Geht doch immer! Also schaut mal hier:

 Autorin: Poppy J. Anderson I Bastei Lübbe I Inhalt I Broschiert: 12,90 € I signiert


Vorab: Diesmal findet die Aktion auschließlich auf meiner FACEBOOKSEITE statt.    


Dort könnt ihr dann in den Lostopf wandern, indem ihr einfach das Bild liked und einen Kommentar da lasst. Das Gewinnspiel läuft einschließlich bis zum 22.10.2017. Teilen und Seite liken ist kein muss, würde mich aber natürlich sehr freuen. :-) Auch das Kleingedruckte findet ihr dort.
 
Nun hoffe ich sehr, dass ich euer Interesse geweckt habe und ihr zahlreich mitmacht. Ich freu mich auf euch und wünsche ganz viel Glück. Bitte lasst euch dieses Buch und die verstecken Pfunde nicht entgehen :D 

Ganz liebe Grüße
Eure, jetzt Lust auf was Süßes habende, Sharon

Mittwoch, 11. Oktober 2017

NEUES auf dem Büchermarkt ...

Hallo meine Bücherweltentaucher,

habt ihr Lust auf eine neue Welt mit Magie? Wie wäre es mit Elementarmagie? Also ich finde ja, die Herbst- und Winterzeit ist perfekt für Entdeckungen und komplexe neue Welten. Da kann man sich gemütlich einkuscheln, Tee trinken und sich komplett in die Geschichte fallen lassen und das Kopfkino anschalten. Aber damit das auch bei euch funktioniert, zeige ich euch mal das Buch:

 
Die Blutkönigin
Band 1
Verlag: Penhaligon
Erscheinungstermin: 30.10.2017

Sie ist die größte Königin aller Zeiten – doch zu welchem Preis?

Daleina gehört zu den wenigen Frauen, die über die Gabe verfügen, die Elementargeister zu kontrollieren, die das Königreich Renthia terrorisieren. Diese Frauen werden Königin – oder sterben bei dem Versuch, zerfetzt von den Klauen und Zähnen der Elementare. Daleina ist bei weitem nicht die mächtigste der potentiellen Erbinnen der Königin. Doch dann wird ausgerechnet jener Mann ihr Mentor, der die amtierende Königin liebt – und von ihr verraten wurde …


Mir scheint, die Geschichte hat noch verdammt viel Zündstoff in sich. Liebe. Verrat. Kampf. Zwei Figuren, die das Schicksal aneinander schweißt und jeder seinen eigenen Lebensweg verfolgt, aber wer weiß was noch passiert. Potenzial hat diese Welt für mich auf jeden Fall und was meint ihr? Habt ihr es auf der Wunschliste stehen? Und mögt ihr auch bestimmt Geschichten zu bestimmten Zeiten? Ich bin auf jeden Fall gespannt und halte es fest im Auge.

Ganz liebe Grüße
Eure, sich ein Stück Schokolade gönnende, Sharon

Dienstag, 10. Oktober 2017

LEIPZIGER BUCHMESSE 2017

Hallo meine Lieben,

alle sind schon wieder im Messefieber, denn bald öffnen sich die Tore in Frankfurt und ich mag, so als Einstimmung gern nochmals auf meine Erlebnisse aus Leipzig zurückschauen. Mögt ihr mitkommen?

Auf den Anfang des Jahres schaue ich mit gemischten Gefühlen zurück. Menschliche Enttäuschung, berufliche Neuorientierung und viele Sorgen, aber auch die Buchmesse. Ein absoluter Lichtblick in der grauen und trüben Zeit. Zuerst waren wir nämlich unsicher, ob wir überhaupt fahren sollen und dann war uns alles egal und wir wussten, das machen wir nun doch auf jeden Fall. Genießen, sich, was Gutes tun. Aber auch der Entschluss, dass es auch erstmals unsere Letzte sein wird, kristallisierte sich immer mehr heraus. Aber legen wir doch mit dem, erlebten los.

DONNERSTAG:

Der Göttergatte hat die Planung für die Fahrt übernommen und so ging es zur unchristlichsten Zeit los, um überpünktlich beim Hotel einzuchecken und zum Messegelände zu gelangen. Tja, und was soll ich sagen, die Hallen waren noch nicht auf, als wir ankamen. Er hat es wieder mal geschafft. Ich meine, es ist ja auch immer toll, wenn man noch den ganzen Tag vor sich hat, aber ich sehe dann immer ganz schrecklich fertig aus. Ich werde halt alt ...haha... 

 
So bummelten wir entspannt durch die Hallen, bestaunten Bücher, genossen die Atmosphäre und hatten als Allererstes ein Kaffee Date mit der bezauberten Anne Freytag. Es ist immer ein Fest und die Plauderei kann nie lang genug dauern. Absolute Quality Time! Übrigens habe ich beim Durchschlendern Martin Suter entdeckt und besitze nun meinen allerersten Suter signiert im Regal. Schon ein Skandal, dass ich noch nichts von ihm gelesen habe. Aber ich bin nicht allein, oder? Übrigens ist der Mann sehr schweigsam, schenkt einen aber ein nettes Lächeln. Nett.

 
 
Am ersten Tag hatten wir uns nicht viel vorgenommen, aber eins musste sein, nämlich die Lesung von Ulla Scheler aus ihrem Debüt "Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen". Auf der Lit.Love hat es leider nicht geklappt, aber nun kamen wir voll in den Genuss. Diese junge Frau ist der Hammer. Sie steht auf der Bühne und hat die Gabe, locker, professionell und gewitzt daher zu kommen. Von Nervosität keine Spur, man hat eher den Anschein, sie ist ein alter Hase. Ich fand es toll und die Jungs aus der ersten Reihe, waren alle total verliebt in sie. 

 
Dann noch kleine Messeimpressionen. Am Suhrkamp Verlag haben wir die wundervolle Ellen Dunne getroffen. Sie ist so ein Herz, und wenn ich sie sehe, ist es ein guter Tag. Damals haben wir über ihren Krimi gesprochen und so die Daumen gedrückt und nun ist er auf den Markt und absolut lesenswert. Schaut euch "Harte Landung" an, was für eine Ermittlerin, was für ein tolles Setting und so spannend. In Leipzig machte auch der damalige Kanzlerkandidat Martin Schulz seine Runden und nun ist die erschreckende Wahl auch schon rum. Leute wohin rennt die Zeit so schnell. Herr Olsen ist auch jedes Jahr zu bestaunen, für mich immer noch als Plakat, aber ich darf das auch gar nicht laut sagen, denn ich habe noch nix von ihm gelesen. Bitte sagt mir, dass ich damit nicht allein bin. Oh, und dann wollte ich unbedingt Eva Menasse sehen und nutzte ein geführtes Interview dazu. Allerdings muss ich immer noch sagen, dass mir ihr Gesprächspartner nicht gefallen hat, da er ihr einen politischen Schlagabtausch aufgezwungen hat. Aber sie ist tough, sympathisch und hat das richtig gut gemeistert. Jetzt muss ich auf jeden Fall was von ihr lesen. Am Ende gab es noch einen kurzen Abstecher in die Mangahalle und der Mann hat eine neue Tasse, die wollte er schon immer haben. Glücklich zufrieden und fußlahm ging es ins Hotel, wo köstlich gespeist, relaxt und erholt wurde, um für den nächsten Tag fit zu sein.

FREITAG:


Ausgeschlafen, blauer Himmel und Jazz am Morgen, ich würde sagen, das sieht gut aus. Neuer Tag, neue schöne Erinnerungen. Juhuuuuuu....


Nach einem ersten Verlagstermin ging es ganz schnell zur Lesung von Anne Freytag. Natürlich gab es keine freien Plätze mehr, aber ich setze mich auch gern mal auf den Boden, um zu lauschen und das taten ganz viele. Getroffen haben wir dort auch nochmals Ulla und natürlich die reizende Eva Sigmund, so herzlich. Was soll ich sagen, es war toll und unterhaltsam und typisch Anne. Mann muss sie einfach live erleben. Ach, diese Lady <3 Eins muss ich allerdings dieses Jahr los werden, die Messebuchhandlung war dieses Jahr eine Katastrophe, denn es gab keine Bücher zum Signieren zu kaufen. Viele Leser mussten enttäuscht gehen und das war nicht nur bei dieser Lesung so.

 
Auf der Messe hatte ich das ganz große Vergnügen Anne Sanders und ihre bessere Hälfte Bernhard Blöchl zu treffen, diese Zwei habe ich ganz schnell ins Herz geschlossen. Ihre Geschichten spielen beide in Schottland und mussten unbedingt mit. Ich muss sie bald noch lesen, mehr Zeit, gebt mir mehr Zeit! Natürlich habe ich meine herzallerliebste Franzi getroffen und bald sehen wir uns wieder. YEAH!! Und dann gibt es noch Jack's Highlight, und zwar in Form einer quirligen Französin. Aurélie Bastian hat ihr neustes Backbuch vorgestellt und mit ihren Lächeln alle verzaubert. Locker und sympathisch hat sie direkt Backtipps verteilt und zu dem Mann direkt Schatz gesagt, ach, war das fein und der Mann strahlt. Seht ihr das, bitte sagt mir, dass ihr das auch seht. Das war doch mal ein Termin nach seinem Geschmack. Übrigens ist ihm später aufgefallen, das er ihren Blog kennt und sogar schon danach gekocht hat. Späte Erleuchtung, aber so genial :D

 
Und dann gab es da noch diesen ganz besonderen Termin zu Kaffee und Kuchen. Der Königskinder Verlag hatte eingeladen und wir durften daran teilnehmen. Heute, wenn ich daran zurückdenke, nach der schlimmen Nachricht, dass dieser wunderbare Verlag nicht weiter geführt wird, tränt mein Herz. Ich muss schon sagen, dass ich es immer noch nicht fassen kann, diese Bücher waren, und sind was ganz besonderes und Einmaliges. Für mich sind es kleine Meisterwerke und sie haben das Zeug zu Klassikern. Es ist so bedauerlich, das sich so was nicht verkaufen soll. Aber halten wir die Erinnerung wach, es war nämlich ein köstlicher Kuchen, begeisterte Leser, und das Verlagsteam blühte förmlich auf. Angariert, begeistert und mit so viel Liebe erzählten sie von ihren neustem Programm, wie sie Geschichten finden, toll verpacken und auf dem Weg bringen. Ich kann nur von ganzen Herzen DANKE sagen und #ichbineinkönigskind für immer. Ihr habt einen Platz in meinem Bücherschrank und in meinem Herzen. Es ist zwar zu spät, aber schaut euch die Bücher an, sie sind es so wert!!!

Der letzte Termin des Tages war das Treffen beim Rowohlt Verlag und ich habe kein Foto gemacht, nur das mit der süßen Ela. Manno!! War nämlich wieder schön so im Kreis zu quatschen und sich mit anderen auszutauschen. Auf dem Weg nach draußen haben wir noch Rose Snow oder Anna Pfeffer getroffen, auch die beiden sind so klasse. Herrlich, perfekter Abschluss und danach Hotel und essen. Man vergisst die Nahrungsaufnahme über den Tag ja immer!


SAMSTAG:

 
Der dritte Tag und noch nicht genug. Direkt im Pressebereich Frau Pinkfisch getroffen, war sehr nett mit ihr und sie hatte auch noch was Tolles vor, nämlich eine Lesung. Für uns stand als erstes Frühstück an.

 
Tja, und zwar Frühstück mit der überaus sympathischen Ursula Poznanski und ihrer Krimireihe. Sie ist ja so ein entspannter und lockerer Mensch, lacht gern und man ist einfach gern in ihrer Nähe. Sie plauderte über Ideen, Umsetzung, ihren Sohn und so vieles mehr. Dabei gab es leckere Kleinigkeiten und ich finde es so toll, was sich der Rowohlt Verlag für seine Leser immer einfallen lässt. Danke, für die geniale Zeit. Oh, am Ende haben wir auch noch die liebe BuecherGoere getroffen, wie immer zu kurz, aber immerhin getroffen!!! YEAH.

 
Wenn ich mit Patrizia über Autoren quatsche und der Name Benedict Wells fällt, bekommt sie immer so ein schwärmerisches Lächeln und ist ganz euphorisch. Nun gut, dachte ich, gehst du halt mit deinem Buch mal zur Signierung und guckst dir den Mann mal an. Gesagt getan, und wir standen schon eine Stunde vorher an und ich habe es nicht bereut, denn die Schlange sah von meinem Standpunkt unendlich aus. Aber es lohnt sich ja so, der Autor ist so höfflich und nimmt sich für jeden unglaublich viel Zeit und allein seine Widmung macht mich schon zum Fan. Das Buch kann nur noch genial sein. Und natürlich schlägt Murphys Gesetz zu und wir treffen genau danach, Patrizia. Nun grinsen wir beide himmlisch ...hihi... Dann haben wir auch Frau Leo getroffen und haben bei der Buchvorstellung von Markus Heitz vorbei geschaut, aber es ist Samstag und die Hallen ziemlich voll. 

 
Danach ging es in den hohen Norden, denn ich wollte unbedingt Maja Lunde sehen und lesen hören. Unsere erste norwegische Lesung, aber davor hörten wir finnisch. Katja Kettu war nämlich mit ihren Roman "Feuerherz" davor dran und sie hat voll die süße Stupsnase. Und dann kam diese blonde hübsche Frau auf die mini Bühne. Schüchtern lächelte sie in die Runde und es war wirklich ein Erlebnis dieser Sprache zu lauschen. Interessant, neugierig machend und zu dem Zeitpunkt noch nicht wissend, dass ihr Buch dauerhaft auf der Bestsellerliste steht. Übrigens gab es auch hier keine Bücher zum Signieren, blöder Buchladen, wer macht denn da bitte die Organisation. Schade, das ich mein Buch nicht mit hatte, aber das kann ich nun vielleicht ändern, zumindest gibt es ein Selfi von uns. Frankfurt ahoi. Apropos ahoi, da hat sich doch Frau Draußen nur Kännchen angeschlichen, ach, herrlich dich zu treffen, so eine positive Aura.

 
Der Messetag neigte sich dem Ende und wir frönten einer schönen Tradition, denn wir waren mit Mama Buchgefieder und dem Teeniegefieder essen. Viel gelacht, viel gegessen und wieder eine schöne Zeit verbracht. Das werde ich schwer vermissen.

SONNTAG:

 
Letzter Tag und leere Hallen, da haben wohl einige die Zeitumstellung verpasst. Allerdings fand ich die Ruhe sehr angenehm und so konnte man sich innerlich sammeln, um einfach alles einzuatmen und genießen. Spontan schauten wir zu allererst beim KBV Verlag vorbei, wo Ralf und ich Hörbücher hörten. So ein Spaß mit diesem Mann, er ist ein Messe MUSS! Danach hatten wir bei Bastei Lübbe ein Date und wir durften Poppy J. Anderson kennenlernen. Ich mag sie, was ist diese Frau interessant und sympathisch. Anstatt über ihren Roman zu quatschen, gab es Einblicke in ihr Studium, ihrer Kochleidenschaft und natürlich über ihre süßen Hunde. Die Zeit ist superschnell verflogen und ich fürchte, ich muss endlich was von ihr lesen. Die Zeit ist ja jetzt auch für kuschelige Stunden perfekt, oder?

 
Leipzig zeigte sich vom Wetter her wirklich von der schönsten Seite, Sonne pur. Dann ging es flott zur Lesung von Sandra Regnier, aber davon habe ich gar nicht viel mitbekommen, da ich unbedingt die liebe Kim treffen wollte. Viel zu kurz, aber mein Herz war glücklich, dich gesehen zu haben. Und schwups ging es zum Interview auf dem blauen Sofa mit Julie von Kessel und ihren Debüt "Altenstein". Der Name kam mir total bekannt vor, bis ich geschnallt habe, dass ihre Schwester Schauspielerin ist. Ihr Roman handelt von einer Adelsfamilie und ihrem Erbe und ich war wirklich sehr erstaunt, dass es Parallelen gibt. Immerhin sagt es ja schon ihr Name. Sehr interessant über die Einflüsse zu hören und es steht immer noch auf meiner Wunschliste. 

 
Danach war der Mann dran und er hat sich Veit Etzold ausgesucht. Ich war ja etwas skeptisch, aber da ich für alles zu haben bin, machte ich es mir gemütlich und wurde mehr als nur überrascht. Der Mann kann erzählen, unterhalten und einen in seinen Bann ziehen. Immerhin weiß ich jetzt, wie ich ins Darknet komme und einen Auftragskiller buchen kann, sogar die Preisliste ist mir nun bekannt. Ein bisschen gruselig, aber überaus heiter vorgetragen. Mein Göttergatte war glücklich, ich begeistert und nun habe ich diesen Autor auch auf dem Schirm. Tolle Entdeckung, dafür liebe ich die Messe.

 
Tja, und dann hieß es Abschied nehmen, ein letztes Mal durch die Hallen schlendern, Eindrücke vertiefen und einfach dieses Glücksgefühl etwas länger auskosten. Dabei liefen wir noch Lea als Feyre beim dtv Verlag über den Weg und schick sah sie aus. Dann noch ein bisschen schwermütig das Messegelände angucken und dann tschüss Leipzig, es war uns immer eine Freude und wir werden dich vermissen. Bis irgendwann mal ...

Ich hoffe nun, dass meine kleinen Eindrücke euch gefallen haben und ihr verzeiht mir meine Gefühlsduselei, aber manchmal muss das sein. Geht ihr denn gerne auf die Buchmesse? Welche mögt ihr lieber, dien in Leipzig oder Frankfurt? Fahrt ihr immer zu beiden? Oder könnt ihr meine Entscheidung verstehen, es auf Dauer etwas zu reduzieren und wirklich Urlaub zu machen. Die meisten werden es eh nicht glauben, aber nächstes Jahr Leipzig ohne uns ...

Ganz liebe Grüße
Eure, sich nun auf Frankfurt freuende, Sharon

Mittwoch, 4. Oktober 2017

NEUES auf dem Büchermarkt ...

Hallo meine Bücherentdecker,

als ein geborenes Stadtkind ist mir der Wunsch nach einer schönen Wohnung wohlbekannt und auch der Kampf und der Nervenstress. Wie das wohl ist, wenn man in einer Metropole wie Paris was Schönes finden möchte. Mein heutiges Buch spielt in Paris und erzählt die Geschichte von einem Haus, in dem eine Wohnung frei wird und wie friedliche Bewohner dann aufeinanderprallen, aber schaut doch mal selbst:
 

Die Leute von Nr. 37
Verlag: Heyne
Erscheinungsdatum: 09.10.2017

Jedes Haus hat seine Geheimnisse.

Seit über hundert Jahren steht Nummer 37 mit der türkisfarbenen Eingangstür an einer abgelegenen Pariser Straßenecke. Hinter ihren Mauern leben völlig normale Menschen. Jeder mit seinen ganz eigenen Träumen und Ängsten, Wünschen und Affären. Auf dem Flur grüßt man sich und geht seiner Wege. Doch dann entbrennt ein Streit über die Frage, wer in die leer stehende Wohnung im dritten Stock einziehen soll. Und plötzlich prallen die Leben der Bewohner mit voller Wucht aufeinander …


Also mir gefällt die Vorstellung von einem Haus in Paris richtig gut und ich finde, die Idee mit der leeren Wohnung und dem entstehenden Chaos herrlich. Allein die Vorstellung wie aus anonymen Bewohnern, streitende Kampfhähne werden und allein die Möglichkeit in viele kleine Leben zu schauen und was dann passiert, finde ich äußerst spannend. Wer findet dieses Buch auch interessant? Wer hat es auch schon für sich entdeckt? Und wer hätte von euch, gern diese leere Wohnung? 


Ganz liebe Grüße
Eure, schon Möbelkataloge wälzen gehende, Sharon

Dienstag, 3. Oktober 2017

Rezension: Sandra Henke * Nacktbaden mit dem Teufel

Taschenbuch: 254 Seiten 
Verlag: Self-Publishing
ISBN-13: 978-1976407390
Preis: 8,99 EUR 
E-Book: 2,99 EUR 
Reihe: 2. Teil
Erscheinungsdatum: Oktober 2017
 
 
 
 
Inhalt:
Nathan X. Winchester ist der Sprössling eines großen Familienunternehmens und er, kauft gerade alle Grundstücke am Golden Lake auf. Nur eine Familie leistet erbitterten Widerstand und lehnt jedes Angebot ab. Carly und ihre Großeltern wollen ihr Heim nicht aufgeben und halten standhaft die Stellung. Allerdings wird ihr Kampf auf die harte Probe gestellt, denn das Leben meint es gerade nicht gut mit ihnen, denn auf jede Katastrophe folgt die Nächste. Für Carly ist ganz klar, daran ist dieser vermaledeite Winchester Schuld und sie überlegt fieberhaft, wie sie ihn diskriminieren kann und taucht bei seiner Geburtstagsfeier, als Mädchen mit zweifelhaftem Ruf auf. Aber anstatt ihm zu schaden, schadet sie sich selbst, denn ihr Herz geht bei seinem Anblick verloren. Wird sie ihr Heim verteidigen können? Kann sie Nathan die Stirn bieten? Und ist Nathan X. Winchester wirklich der böse knallharte Geschäftsmann ohne Gefühle?

Meinung:

Es gibt Neues aus der Herzchenkonfetti Abteilung und ich freute mich sehr darauf, denn Band eins hat mein Herz in Sturm erobert. Mit frischen Ideen, liebenswerten Figuren und romantischem Schlagabtäuschen konnte mich Sandra Henke komplett überzeugen und ich hatte herrliche Lesestunden. Nun kommt Teil zwei und ich muss sagen, ein gut gewählter Zeitpunkt, denn Liebesgeschichten zum regnerischen Herbstwetter sind einfach perfekt. Aber schauen wir Mal, ob mich dieses Paar begeistern konnte.

Carly ist ein stures, explosives und hitzköpfiges Mädel. Sie arbeitet in einem Dinner und weiß genau, wie sie mit dem Kunden flirten muss, um noch ein bisschen mehr Trinkgeld zu bekommen. Aber ihre wahre Leidenschaft gilt den Töpfern, nur hat es da nie mit dem Erfolg geklappt. So kämpft sie, mit ihren Großeltern gegen Goliath und allen kleinen Problemen, die eine einsame Gegend mit sich bringt. Da wären Geldnöte, gesundheitliche Probleme und die Aussicht, alles zu verlieren, was sie liebt. Ich muss sagen, dass ich Carly nicht einfach fand. Ständig hitzblütig, unüberlegt und auf Ärger aus, dominiert sie die Geschichte sehr stark und lässt kaum Platz für andere. Am Anfang hatte man noch seinen Spaß und konnte mit Carly richtig schön mitgehen, sich, wie sie reinsteigern und frustriert die Augen rollen, aber mit der Zeit wurde es doch ein bisschen zu viel, des überbrodelnden Temperamentes. Trotzdem geht man mit diesem frechen Cowgirl mit.

Dagegen wirkte Nathan schon regelrecht brav und der Gute hatte es nicht einfach, in der Geschichte seine Position als Teufel zu behaupten. Am Anfang war er der geheimnisvolle und unnahbare Geschäftsmann, dass es in ihm anderes aussieht, wird ganz schnell klar. Auch seine Gefühle stehen ihm schnell ins Gesicht geschrieben und so war er eigentlich der nette Typ von neben an, der sich in die explosive Dame verliebt hat. Ich hatte ehrlich gesagt etwas Mitleid mit ihm, bei den ganzen Mühen, die er sich aufgehalst hatte. Aber so hebt er sich von den ganzen Bad Boys schön ab und ist einfach zum Verlieben.

Nacktbaden mit dem Teufel muss Sandra Henke unglaublich Spaß beim Schreiben gemacht haben und diese Freude ist absolut spürbar. Hier lässt sie ihre kleinen Teufelchen tanzen, miteinander kämpfen und streiten. Darauf ist ihre ganze Geschichte ausgelegt, ein Paar, was zusammen die Luft brennen lässt, aber ständig unter Strom steht und für regelmäßige Explosionen sorgt. Für mich allerdings war der zweite Teil nicht ganz so toll, wie der Erste. Ich hatte meine kleinen Probleme mit manchen Sätzen, die mir zu schmalzig, oder zu sehr nach Liebesschnulze klangen, das war im ersten Band dezenter eingesetzt, aber hier hauten sie voll rein und ich muss sagen, das trifft einfach nicht meinen Nerv. Sexy ist okay, aber übertrieben schlüpfrig ist dann doch für mich zu viel. Aber das ist nur ein kleiner Kritikpunkt am Rande. Ansonsten hatte ich herrlichen Spaß, an Wutanfällen, romantische Seeschlachten und turbulente Zweisamkeit. Ich finde, diese beiden sind perfekt für einen herbstlichen Sturmabend.

Herzchenkonfetti lässt das romantische Herz höher schlagen und sorgt für köstliche Unterhaltung, auch wenn es für mich ein bisschen zu dick aufgetragen war, bin ich gespannt, ob das nächste Paar wieder genau meins ist.

Henry und ich hatten explosiven Lesespaß und vergeben dafür vier Bücherpunkte:
 
__________________________________________________________________________
  
Über die Autorin:
 

Sandra Henke liebt tiefgründige Gespräche mit guten Freunden, Kaffee ebenso wie Tee, den Herbst und lange Spaziergänge mit ihren Hunden in der Natur. Ihre Leidenschaft gilt dem Schreiben von Liebesromanen, mal mit Rote Ohren-Garantie und mal ohne, aber immer mit einem Happy End, das zum Seufzen schön ist.

Als Dozentin an der Bastei Lübbe Academy gab sie Schreibkurse. Sie nahm an großen Veranstaltungen wie der Loveletter Convention und der Crime Cologne teil und trat beim „West Art Talk“ im WDR-Fernsehen auf. Auslandslizenzen ihrer Bücher wurden verkauft nach Litauen, Italien, Österreich und in die Tschechische Republik.

Quelle: amazon


Herzchenkonfetti-Reihe:

https://www.amazon.de/Verliebt-Mond-Herzchenkonfetti-Sandra-Henke/dp/154549519X/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1507042693&sr=1-1&keywords=verliebt+in+dem+mond
 
Teil 1: Rezension

 
Vielen lieben Dank an Sandra Henke für das  Rezensionsexemplar. 

Freitag, 29. September 2017

Rezension: Sarah Perry * Die Schlange von Essex


Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
Verlag: Eichborn
ISBN-13:
978-3847900306
Preis: 24,00 EUR
E-Book: 17,99 EUR
Reihe: 1/1
Erscheinungsdatum: September 2017
Übersetzer: Eva Bonné 


Leseprobe? Kaufen? 


Inhalt:
Cora Seaborne ist nun Witwe und streift die Fesseln der Ehe ab, in dem sie ihr Haus in London verlässt und nach Essex reist. Dort frönt sie ihrer Leidenschaft, nämlich den Traum eines großen Fundes als Naturwissenschaftlerin. So erkundet sie die Landschaft, geht stundenlang spazieren und ist glücklicher als je zuvor. Durch Erzählungen von Bekannten wird sie auf das Küstenörtchen Aldwinter aufmerksam gemacht und dem Ungeheuer, was sich dort rumtreiben soll. Natürlich ist ihre Neugier geweckt und schon kurz danach stattet sie den Ort einen Besuch ab und trifft auf den Pfarrer. Beiden wurde schon durch Briefe einander vorgestellt und beide hatten unterschiedliche Vorstellungen. Cora dachte, der Mann wäre alt und verbohrt und Pfarrer Ransome erwartete, eine verbitterte alte Frau anzutreffen. Nun stehen sie sich gegenüber und müssen über ihre Fehleinschätzung lachen, schnell entwickelt sich eine Freundschaft, in dem sie sich unaufhaltsam streiten und diskutieren. Oder sind da vielleicht noch mehr Gefühle im Spiel? Was ist dran an der Schlange von Essex? Und geht aus der Landpartie außer Chaos, auch was Gutes hervor?
 
Meinung:
Hier muss ich sofort gestehen, ich bin ein Coveropfer. Diese Buchgestaltung ist einfach eine Wucht und fällt ins Auge und man muss einfach den Klappentext lesen. Selbst, das die Geschichte um 1893 spielt und ich, eigentlich nicht so der Fan von historischen bin, bereitete der Begeisterung keinen Abbruch. Auch, das der Roman den britischen Buchpreis gewann, machte es einfach noch verlockender trotz meiner momentan schlechten Erfahrung mit hochgelobten Büchern. Ich war Feuer und Flamme für dieses Buch und habe mit Begeisterung hinein gestöbert. Ob ich am Ende auch glücklich geblieben bin, erzähle ich euch jetzt.

Der Roman beginnt mit der Neujahrsnacht und einen jungen Mann am Wasser, ausgelassen und übermütig und dann ziehen Wolken vor den Mond. Die Stimmung wechselt, sie wird rau, beängstigend, Gänsehaut stellt sich auf und man spürt, man ist nicht allein. Später wird der junge Mann tot gefunden und die Geschichte der Schlange von Essex neu geboren. Man spürt sofort, dass diese Zeit noch zum Aberglauben neigt und aus Kleinigkeiten eine große Sache macht. Bald stehen wir mitten in Aldwinter und erleben mit, wie Glaube und Hysterie miteinander ringen.

Aber zuerst lernen wir Cora kennen. Eine noch junge Frau, gefangen in einem Korsett und der Etikette. Gestraft mit einem Mann, der sie gern leiden ließ und dessen Tod ein Wechselbad der Gefühle auslöst. Zwischen Scham und Freude flüchte sie aufs Land, um endlich frei zu sein. Begleitet wird sie von ihrem Sohn, Francis, der auf einen anderen Stern zu leben scheint und Martha, ihre Angestellte und Freundin. Cora blüht auf, läuft mit ungekämmten Haaren und im Männermantel durch den Schlamm der Landschaft und fühlt sich pudelwohl. Diese Befreiung macht sie unglaublich sympathisch und man ist gern mit Cora zusammen. Bei ihr erlebt man die Seiten der Gesellschaft gut mit, kleingehaltene Ehefrau und interessierte Witwe, die sich ihre Meinung nicht mehr nehmen lässt. Aber trotzdem, ab und zu, auf die schiefe Bahn gelangt und gemaßregelt werden muss. Man spürt, dass hier schon das Bild der Frau im Wandel ist.

Natürlich kommt ein Mann in Coras neuen Leben vor, aus dem alten hat sie noch einen Arzt im Schlepptau, und zwar Pfarrer William Ransome. Ein gebildeter Mann, der mit Frau und seinem drei Kindern in einem kleinen Ort lebt, der im nirgendwo liegt. Cora kann nicht glauben, was sie dort vorfindet und ist sprachlos, dass William diese Existenz reicht, beide halten mit ihrer Meinung nicht hintern Berg und liefern sich gern ein Streitgespräch nach dem anderen, aber nicht nur das blüht in ihnen auf, sondern auch eine unaufhaltsame Anziehungskraft. Bei William fällt mir nur ein, er ist auch nur ein Mann, aber sympathisch und mit einem guten Herzen.

Das sind eigentlich die beiden Hauptfiguren, aber in ihren Flugschneisen gibt es noch genug Freunde, Bekannte und Dorfbewohner, die alle mitspielen und jeder für sich eine tolle Figur abgegeben haben. Es war ein richtiges Spektrum aus Verwirrungen aus Liebe, Angst, Pflicht, Glauben, Wissenschaft, Freundschaft, Geheimnissen und je weiter man lass umso mehr spitze sich manche Lage zu. Natürlich darf die Schlange nicht vergessen werden, die immer wieder für Aufregung sorgte. Ein absolut gelungener Mix aus Wandlungen und Herzensangelegenheiten, der sprachlich überaus einnehmend war. Ach, was sage ich, ich fand ihre Wortspiele und Kombinationen erfrischend, gewandt, spielerisch eingeflochten und somit wunderbar atmosphärisch.

So richtig wusste ich nicht, was auf mich zukommen würde, aber ich hatte unglaublich Freude dabei, diesen Roman zu lesen und mich in eine Welt zu begeben, die in Umbruch ist und doch auch auf altes Bewährtes zurückgreift. Das Herz tickt ja in jeder Epoche gleich und füllt einfach Hunderte vonseiten immer wieder neu. Ein herrlicher edel anmutiger und intelligenter Roman, der so viel zu entdecken hatte und mir bis zur letzten Seite gefallen hat. Sarah Perry muss ich im Auge behalten, denn von ihrer Erzählweise kann man süchtig werden.

Henry und ich hatten das Gefühl einen ganz großen und tollen Klassiker gelesen zu haben und dafür gibt es die vollen Bücherpunkte:
 
___________________________________________________________________________

Über die Autorin:


Sarah Perry wurde 1979 in Essex geboren und lebt heute in Norwich. Ihr Roman Die Schlange von Essex war einer der größten Überraschungserfolge der letzten Jahre in England. Ausgezeichnet als Buch des Jahres 2016 der Buchhandelskette Waterstones, Gewinner des britischen Buchpreises 2017 für den besten Roman sowie für das beste Buch insgesamt. Der Roman war nominiert für den Costa Novel Award, den Dylan Thomas Prize, den Walter Scott, den Baileys und den Wellcome Book Prize.



Vielen lieben Dank an den Eichborn Velag für das  Rezensionsexemplar.