Freitag, 19. Mai 2017

Rezension: Edward Berry * Das verschwundene Buch

Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
Verlag: Sanssouci
ISBN-13:
978-3990560273
Preis: 15,00 EUR
E-Book: -- EUR
Reihe: 1. Teil 
Erscheinungsdatum: Februar 2017
Übersetzer: Anja Rüdiger
 


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Inhalt:
Alba und Diego streifen gern durch Barcelona und entdecken immer wieder neue Winkel und Ecken, aber am liebsten suchen sie nach versteinerten Drachen oder besuchen die Buchhandlung ihrer Tante Bea. Sogar in letzter Zeit sehr sehnsüchtig, da eine Buchneuerscheinung am Start ist, die alle heiß ersehen und kaum abwarten können. Bei Kritikern ist „Die schönste Geschichte der Welt“ hochgelobt und so gibt es jetzt schon Vorbestellungen ohne Ende. Nun ist es bald so weit, aber dann verschwindet das Buch einfach und die Erinnerung daran verblasen bei jeden, sogar Alba und Diego können sich kaum erinnern. Und nicht allein das Buch verschwindet, nein, auf einmal verändern sich Geschichten, oder verschwinden. Wie gut das Tante Bea über einige Zauberkräfte verfügt und Alba und Diego in die Geschichte von Peter Pan zaubert, damit sie diese retten. Wird es ihnen gelingen? Können sie die Geschichte wieder richtigstellen? Und wie kommen sie wieder zurück?

Meinung:
Mich hat dieses kleine Buch auf Umwegen erreicht und normalerweise lese ich gar nicht so oft Kinderbücher, aber der Inhalt klang wirklich nach großem Abenteuer, und wenn es um Bücher geht, bin ich doch immer dabei. Aber den letzten Ausschlag hat wohl meine Lieblingsbuchhandlung gegeben, denn da lag es oben auf dem Büchertisch und so musste ich es einfach anlesen.

Alba und Diego sind Geschwister und lieben es draußen durch die Straßen zu schweifen und sich dabei Geschichten zu erzählen. So richtig toll finden sie aber auch den Buchladen ihrer Tante und können einem Buch genauso wenig widerstehen, wie einen neue entdecken Wasserspeier, der wie ein Drache aussieht. Beide lieben es also rumzutollen, als vor einem Computer zu sitzen und warten schon ganz aufgeregt auf das Buch der Bücher und knobeln, wer es zu erst lesen darf. Was für ein Glück das sie ihre Tante haben, denn ihre Eltern haben kaum Zeit für sie und widmen sich lieber ihren Handys. So sind einen diese beiden Protagonisten direkt sympathisch, da sie sich noch wie typische Kinder verhalten, neugierig, abenteuerlich und wissbegierig.

Wie toll fand ich doch den Einstieg in diese Geschichte, so richtig magisch war der Spaziergang durch die Gassen Barcelonas und auch der Buchladen ist eine richtig schöne Fundgrube an märchenhaften. Da hält man sich gern auf und lässt sich in die Buchwelt einladen, aber schnell wird klar, das Barcelona nicht allein Handlungsort bleibt, denn Alba und Diego müssen nach Nimmerland und Peter Pan helfen, für mich ist die Geschichte dort etwas gekippt. Ich hatte das Gefühl, das der Autor hier nicht so recht wusste, wie er den weiteren Verlauf voranbringen sollte, entweder direkt zum Geschehen kommen, oder einfach ein bisschen Peter Pan erzählen, da ich nicht so ein Fan von dieser Geschichte bin, war der Teil für mich schon etwas zäh und dann ging mir alles viel zu schnell zu Ende. Klar war mir bewusst, es ist ein Auftakt zu einer Reihe, aber ich dachte, es wären in sich abgeschlossene Abenteuer, hier ist das nicht der Fall, denn die Suche nach dem Buch ist noch lange nicht beendet.

Edward Berry liefert hier eine fantasiegeladene Geschichte für junge Leser ab. Die einer Mischung aus Gegenwart‘s Problemen, wie Handysucht, aber auch die alten Klassiker, sowie einigen Fantasy Elementen belebend mit einfließen lässt. Dazu verwendet er einen zeitgenössischen Sprachstil, der auch mit viel Witz aufwartet.

Allerdings fand ich es für jüngere Leser doch etwas schwierig, wenn man Peter Pan noch nicht kennt, oder auch einige andere Anspielungen, wie wenn man ägyptische Gottheiten nicht einordnen kann, da sind viellicht die Erwachsenen mit einzubeziehen. Ansonsten aber ein Buch, wo man die Jugend bestimmt mit unterhält und begeistern kann. Ran ans Buch, ihr Leseratten und lasst euch ins Abenteuer reinziehen.
 
Henry und ich fanden die Geschichte richtig abenteuerlich und vergeben vier Bücherpunkte:

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Über die Autoren: 

Pierdomenico Baccalario geboren in Acqui Terme, Italien, studierte zunächst Jura, bevor er sich dem Journalismus und dem Schreiben von Büchern zuwandte. Heute ist er einer der bekanntesten Kinder- und Jugendbuchautoren der Welt. Die Ulysses-Moore-Reihe wurde in über 25 Sprachen übersetzt.

Eduardo Jáuregui geboren in Oxford und aufgewachsen in Spanien, promovierte in Politik- und Sozialwissenschaften und spezialisierte sich auf Positive Psychologie. Er ist Dozent an der Saint Louis University in Madrid. Im Thiele Verlag erschien sein erster Roman Gesprächt mit meiner Katze.


Die Schönste Geschichte aller Zeiten - Reihe:

https://www.amazon.de/geheime-sch%C3%B6nste-Geschichte-aller-Zeiten/dp/3990560433/ref=sr_1_2?s=books&ie=UTF8&qid=1494096568&sr=1-2&keywords=die+sch%C3%B6nste+geschichte+aller+zeiten+berry

2.Teil I Erscheinungsdatum: September 2017


Vielen lieben Dank an den Sanssouci Verlag für dieses Rezensionsexemplar.


Kommentare:

  1. Sali, Inga.
    Irgendwie fallen einem die sonderbaren Elemente des obigen Buchcovers direkt ins Auge; zumindest bin ich beim scrollen durch Deine aktuellen Posts gleich & justament hier hängen geblieben.
    Die Story von Geschichten, die in ihren Büchern langsam verschwinden, ist hier auch nicht ohne. Geht es doch in Zeiten, die jedes Wissen bereitzuhalten scheinen, um die schwindende Fähigkeiten dem Behaupteten, dem Falschen nicht aif den Leim zu gehen. Wissen, daß Tag nicht Nacht ist - egal wer der Gegenteil stur behauptet.
    Weil sich die Reihe wohl in jeder Ausgabe um einen anderen Klassiker der Literatur für Kinder kümmert, kommt mir zudem der Aspekt in den Sinn, daß die Verschlimmbesserung eben solcher Klassiker seit Jahr & Tag en vogue ist. Mit der Goldwaage wird dabei durch die Seiten geraschelt, auf der Suche nach bösen Worten.

    Was die ägyptischen Gottheiten angeht, so wäre es doch für Kinder die ideale Gelegenheit die Eltern an ihren Handys zu "nerven"... :-)

    bonté

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    1. Grüß dich Robert,

      oh ja, die Gestaltung habe sie wirklich sehr liebvoll an die Geschichte angelehnt und so einige Details verarbeitet.

      Mir war gar nicht bewusst, das es im nächsten auch wieder um die Rettung einer Geschichte geht und dann auch noch "Die drei Musketiere" ... Die Idee ist schon klasse und es ist doch toll, das somit das Interesse vielleicht auch an diese Bücher wieder geweckt werden. Auf jeden Fall sind es tolle Abenteuer und das kann unsere Jugend doch gebrauchen ;-)

      Aber manche Eltern nehmen sich ja nicht so die Zeit für ihre Kinder, wie sollen sie da fragen? Was war es noch schön als man vorgelesen bekommen hat ....

      Hab einen schönen Abend
      Inga

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