Dienstag, 15. Januar 2013

Rezension: Vera Sieben * Frösche, die quaken, töten nicht

Broschiert: 312 Seiten
Verlag: Gmeiner Verlag 
ISBN-13: 978-3839212905
Preis: 11,90 EUR
E-Book: 9,99 EUR
Reihe: 1/?
Erscheinungsdatum: Juli 2012


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Inhalt:
Liv Oliver möchte sich endlich mal was gutes tun und macht Urlaub zu Hause in Düsseldorf, aber im Wellness-Hotel. Wie der Zufall so will, passiert an ihren ersten Frühstücksmorgen folgendes: Der Kopf des Senior Hotelchef fällt in sein Müsli und taucht auch nicht mehr auf. Keiner fühlt sich verantwortlich und Liv weiss auch erstmal nicht wie sie sich verhalten soll, aber ihre Neugier ist geweckt. Denn beruflich ist sie Kriminalreporterin und ihre Spürnase nach einer guter Story lässt sie die Sache in die Hand nehmen. Ihre Zeitung ist auch gleich mit von der Partie. Nur hat sie ein bisschen Probleme mit den ermittelnden Kommissar, denn er ist ihr Ex-Freund und kennt sie ja auch ziemlich gut. Aber sie beginnt zu ermitteln und stößt dabei auf viele Tatmotive, denn keiner konnte den Senior richtig leiden. Liv und ihr Kommissar Frank ermitteln zusammen und so hilft einer den Anderen, denn gleich nach den ersten Mord passiert ein Zweiter. Was werden die Zwei wohl rausbekommen? Und was hat der Frosch auf den Cover verloren?

Meinung:
Ich bin mir noch nicht ganz sicher, wie ich den Roman einschätzen soll, denn zum einen hat er mir recht gut gefallen, aber auch einiges eben nicht. Aber fangen wir mit den Guten erstmal an. Der Schreibstil ist überaus witzig und erzählt flott seine Geschichte. Durch die kurzen Kapitel, die ich hier sehr gut fand, weil sie genau abgepasst waren und nicht zuviel oder zuwenig berichtet haben, kam Spannung auf und viele kleine herrliche Szenen sind dadurch entstanden. Auch Düsseldorf bekam ein schönes Kleid verpasst und das Gefühl von Altstadt und Kö wurde schön eingefangen. Überhaupt hat es mich überzeugt, als die Autorin auch noch Lokalitäten mit einfließen ließ. Wer noch nie was von Wellness gehört hatte, bekommt hier auch einen guten Einblick, aber ob man das alles braucht und lesen muss ist hier Geschmacksache. Ich habe sowas noch nie gemacht und fand es recht witzig zu lesen.
Was mir nicht so gefallen hat, war Liv und damit hängt ja der ganze Roman zusammen. Einerseits fand ich mal toll, das die Hauptfigur eine gestandene Frau von 38 Jahren dargestellt wurde, aber sie hat so ihre Macken und mit denen konnte ich mich nicht wirklich anfreunden. Zum einen ist sie eine saloppe Erscheinung, aber wenn es drauf ankommt ist sie auch so unkonsequent. Auch ihre Gefühle zu den Kommissar waren ein wenig nervig. Will sie ihn, oder nicht? Ich fand ja das beide mehr miteinander gespielt haben, als es wirklich mal ernst miteinander zu meinen. Da ein Küsschen und dann wieder komische Telefonate mit einer fremden Frau. Für mich nicht so gut gelungen, das blieb mir zu ungenau, aber vielleicht soll es auch so sein und der neue Fall sorgt dann für ein Wiedersehen. Außerdem fand ich auch die enge Zusammenarbeit ein bisschen unrealistisch, Befragungen zusammen durchzuführen, ob das so in der Wirklichkeit so funktioniert.
Die Idee aus Sicht einer Reporterin zu schreiben fand ich mal sehr interessant und war was ganz anderes. Auch das Hotel hat mich ein bisschen an einen englischen Krimi erinnert. Jeder hat ein Motiv und ist verdächtigt und das hält die Geschichte sehr am leben. Ich finde es ist ein gutes Debüt und ich würde am liebsten 3,5 Punkte vergeben.


Henry und ich vergeben 3 Punkte:


                                                                                                             


Über den Autor:

Vera Sieben, geboren 1962 in Düsseldorf, wechselte aus Interesse an noch Unbekanntem zwar bereits während des Jurastudiums oft und gern ihren Wohnort, blieb der Stadt am Rhein aber innerlich treu. Nun widmet die ausgebildete Zeitungsredakteurin ihren ersten Roman ihrer Geburtsstadt. Neben ihrer schreibenden beruflichen Tätigkeit in der Werbung und Unternehmenskommunikation in Düsseldorf und Umgebung bildete sie sich als Wellness-Beraterin und Wellness-Hotel-Trainerin fort und holte sich die nötigen Tiefblicke aus der täglichen Praxis bei ihren Auftraggebern.



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