Dienstag, 25. Juni 2013

Rezension: Marie Lu * Legend - Fallender Himmel

Gebundene Ausgabe: 363 Seiten
Verlag: Loewe Verlag
ISBN-13: 978-3785573945
Preis: 17,95 EUR
E-Book: 15,99 EUR
Reihe: 1. Teil 
Erscheinungsdatum: September 2012




Inhalt:
Day ist der meist gesuchteste Verbrecher der Regierung. Sozusagen der Staatsfeind Nr.1. Man sucht ihn, aber man weiss sehr wenig über ihn, die Nadel im Heuhaufen ist einfacher zu finden. Keiner weiss wie er aussieht, für wen er arbeitet, welche Gründe für seine Taten stehen und wofür er kämpft. Aber klar ist, er spuckt dem Machtregime gehörig in die Suppe. Wir begegnen Day in einem Versteck, denn bevor er heimlich seine Familie besuchen kann, muss er die Soldaten abwarten. Da in diesem Stadtteil  wieder einmal eine Seuche ausgebrochen ist, wird jeden Abend kontrolliert, welche Familie es erwischt hat. Wenn dieser Zustand zutrifft, wird die Familie in ihrem Haus eingeschlossen und die Haustür markiert. Jetzt sind die Soldaten da, und Day ist aufgeregt, er hofft, dass sie schnell wieder abziehen und das es seinen Lieben gut geht. Aber es kommt schlimmer, die Soldaten bleiben lange, und als sie doch endlich das Haus verlassen, ist die Haustür gut sichtbar gekennzeichnet. Day ist verzweifelt und für ihn steht fest, er muss seiner Familie helfen. Seuchenmedizin muss her, aber wie? Day überstürzt seinen zu schnellgefassten Plan und wird beinah bei der Umsetzung von den Soldaten erwischt. Schwer verletzt kann er noch fliehen. Doch bei diesem Überfall gibt es einen Toten, Metias, der Bruder vom Wunderkind der Regierung, June. Diese ist durch ihre Ausbildung, dem Suchen und Töten von Regierungsgegnern, zu einer der Besten geworden. Sie will Rache und den Verantwortlichen für den Tot ihres Bruders, dafür begibt sie sich auf die Suche nach Day und wird mit einer ganz anderen Welt konfrontiert. Wird Sie  Day finden? Und ist Day wirklich der Mörder ihres Bruders? Was wird June noch alles über diese Regierung herausfinden? Und kann sie das Geheimnis von ihrem Bruder lüften?

Meinung:
Und wieder mal eine Dystopie, die ich gelesen habe, der Büchermarkt ist  ja damit gut bestückt. Aber warum musste es diese für mich sein? Ganz einfach der junge Mann heisst Day und das hat mich sehr angezogen. Außerdem fand ich die Gegensätze der Figuren sehr spannend und mal was ganz anderes. Day der Junge von der Straße, der für Gerechtigkeit kämpft und auch Gefühle zeigen kann. Was ihn in meinen Augen unheimlich sympathisch macht. June, die kalte und berechnende Soldatin, die zu gehorsam erzogen wurde und Anweisungen nicht hinterfragt. Sie ist das Wunderkind der Regierung, denn sie ist die Einzige, die den Test als 10 jährige mit voller Punktzahl bestanden hatte. Während viele daran scheiterten, so wie Day. Aber wie kann er so überleben und der Regierung das Leben so schwer machen? Diese zwei unterschiedlichen Charakter machen die Geschichte so interessant und lebendig, denn man möchte einfach wissen was passiert, wenn sie sich begegnen. Jeder lebt in seiner Welt und könnte nicht unterschiedlicher sein und doch haben sie soviel gemein, denn die Liebe zu ihren Familien ist sehr groß. Die Welt, in der die Geschichte spielt, spaltet sich in zwei Lager, zum einen die machthabende Regierung und zum anderen die Armen und arbeitenden. Mit dem Test, den jedes Kind machen muss, entscheidet sich das Schicksal von jedem Einzelnen. Entweder für eine gute Laufbahn, oder wieder der Arbeiterstand. Die Kinder die durchfallen, werden ins Arbeitslager geschickt, zumindest glaubt man das. Ansonsten befinden wir uns im Krieg mit den Kolonien und alles Denken und Handeln ist hier sehr militärisch ausgerichtet. Eine von Gewalt  zerfressende Gegenwart und man fragt sich wohin soll die Geschichte sich noch entwickeln.
Erzählt wird immer abwechselnd aus Day‘s und June‘s Sicht, was mir besonders gut gefallen hat, weil man so sich in jeden gut hinein versetzten konnte und beide Lebenswelten besser verstand. Sprachlich war es leicht und locker zu lesen. Allerdings hat die ganze Gewalt ein sehr großes Mass hier im Buch und manchmal fand ich einige Stellen sehr hart und so brutal, dass ich mich wirklich fragte ist das noch ein Jugendbuch. So was lese ich eigentlich eher in Büchern über den zweiten Weltkrieg, und ich glaube der Vergleich ist ganz passend. Denn was die Menschen hier erleben, ist kaum auszuhalten und schockiert den Leser mächtig. Ich kann ja schon Einiges vertragen, aber ich musste wirklich oft schwer schlucken.
Für eine Dystopie hat es mir gut gefallen, und ich glaube, ich möchte den zweiten Band auch noch auf jeden Fall lesen. Denn die Geschichte fängt gleich so heftig an, meistens kommt die aufgebrachte Regierung eher zum Schluss einer Buchreihe als direkt zu Anfang. Also was werden wir noch erleben und wie geht es mit unseren Figuren weiter, sehr spannend das alles... sehr spannend!!!

Henry und ich waren doch sehr positiv überrascht und vergeben vier Bücherpunkte:

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Über die Autorin:

Marie Lu wurde 1984 in Shanghai geboren und lebte für einige Zeit in Texas, bevor sie an der University of South California studierte. Das kalifornische Wetter hat sie überzeugt dortzubleiben und nun wohnt Marie Lu mit ihrem Freund und drei Hunden in Pasadena, einem Vorort von Los Angeles. Vor ihrem Erfolg als Autorin arbeitete sie als künstlerische Leiterin bei einem Unternehmen, das Videospiele produziert. Marie Lu mag Cupcakes, fröhliche Menschen, Kampfjets, Regen und natürlich Bücher.

Quelle: Loewe Verlag

Kommentare:

  1. Wieder eine schöne Rezi :)
    Ich habe bisher eigentlich nur Gutes zu dem Buch gehört, aber ich hadere mit mir, wieder eine Dystopie-Reihe anzufangen... puh, irgendwann mal vielleicht. Ich merke es mir aber, dass es dir gefallen hat :)

    Liebe Grüße
    Tatsu

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    1. Huhu meine Liebe,

      ja das kenn ich auch, man hat ja schon selber so viele Serien denen man folgt. Dann wieder eine Neue anfangen ....mmmhhhhhh.... Aber Wunschliste ist doch schonmal gut ...hihi...

      Drück dich ganz fest
      Sharon

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  2. Tolle Rezi...ich muss das Buch nun auch endlich mal lesen.

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    1. Ganz lieben Dank, ihr seit so lieb zu mir und ja auf jeden Fall lesen :-)

      Ganz liebe Grüße
      Sharon

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