Dienstag, 30. Juni 2015

Rezension: Jules Saint-Cruz * LaLaurie: Stumme Herzen

Taschenbuch: 236 Seiten
Verlag: Selfpublishing 
ISBN-13: 978-3734784743
Preis: 9,90 EUR
E-Book: 2,99 EUR
Reihe: 2. Teil
Erscheinungsdatum: Juni 2015
 


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Inhalt:
Tara versucht stark zu sein und einfach weiterzumachen, nachdem ihr Leben wild durcheinander gewirbelt wurde. Ihre Liebe zu Julien darf sie nicht leben, da für beide zu viel auf dem Spiel steht. Ihre Familie setzt sie weiterhin sehr unter Druck und die Öffentlichkeit liebt den Anwalt Mr. Julien Cavanaugh, der gegen ihre Familie klagt. Doch trotz der guten Vorsätze sind die Gefühle stärker und das Schicksal führt die beiden immer wieder zusammen. Sie sind es leid, dagegen anzukämpfen und wollen endlich ihre Liebe leben, aber es muss im Geheimen sein. Was zu Anfang reizvoll ist, wird schnell zur Qual und einmal nicht aufgepasst, hat das, fatale Folge. Die Empörung über ihre Beziehung ist riesengroß, von allen Seiten hagelt es Kritik und Unverständnis. Wird das ihre Beziehung aushalten? Ist ihre Liebe stark genug? Und was geschieht im Gerichtsprozess?

Meinung:
Endlich ist der zweite Teil da und ich habe ihn auch direkt wieder verschlungen, diese beiden Figuren fesseln mich so sehr und die Geschichte ist einfach total gelungen und für mich auch teilweise sehr überraschend.
So dachte ich zuerst, dass es ein ewiges Hin und Her zwischen den beiden geben würde, und richtete mich schon auf endlose Gefühlsdebatten ein. Aber was ist, unsere Autorin Jules Saint-Cruz geht gleich in die Vollen und lässt uns einige schöne Momente erleben. Das heißt, sie steigt fünf Monate später mit ihrer Geschichte wieder ein und lässt das Schicksal direkt zuschlagen. Ich fand das richtig gut, denn bei den meisten anderen Geschichten ist ja grade dieses ewige Hin und Her so beliebt und ich finde es immer so anstrengend und oft so unrealistisch. Das macht doch keiner im wirklichen Leben mit.
So erleben wir zuerst den Frust und die Traurigkeit die Tara empfindet und dass sie das Gefühl hat, Julien sei Rache wichtiger als Liebe. Sie vergräbt sich in Arbeit, versucht ihrer Familie aus dem Weg zu gehen, was immer schwerer wird und ist dabei melancholischer als je zuvor. Dabei ist Julien aus ihren Leben gar nicht mehr wegzudenken, jeden Tag sieht sie ihn im Fernsehen und ihre Gefühle schreien danach bei ihm zu sein. Sie kann das Kapitel einfach nicht zuschlagen und neu anfangen. Vor allem kommt auch noch Ethan wieder ins Spiel, der es bei Tara neu versucht und ihr einfach noch mehr vor Augen hält, dass sie auf die Männerwelt pfeift und nur bei dem einen schwach wird.
Julien scheint es ganz ähnlich zu ergehen, denn sein einstiger Wunsch nach Rache bröckelt immer mehr und er überlegt ernsthaft darauf zu verzichten, damit er mit der Frau seines Herzen zusammen sein kann. Diese Anziehungskraft führt sie immer wieder zueinander, und als sie sich gegenüberstehen, gibt es kein Halten mehr. Mein kleines Leserherz schlug ziemlich schnell und olala... die beiden haben wirklich auf den ersten Seiten was nachzuholen.
Dabei geht unsere Autorin Jules mit viel Fantasie und Raffinesse ans Werk. Wir erleben prickelnde und heiße Momente. Frau weiß was sie will und Mann auch, das Zusammenspiel der beiden ist einfach wunderbar dargestellt und macht Lust zu lesen. Toll hat mir dabei auch gefallen, dass Jules hier auch ein bisschen Realität einfließen lässt und ich finde das ganz hervorragend. In jedem anderen Roman ist das Zusammenschmelzen zweier Körper bombastisch und ein Feuerwerk der Höhepunkte. Ist das so? Immer? Kann man nicht auch Lust haben, ohne alles zu bekommen? Ich finde, ja. Deshalb beide Daumen hoch für diese Darstellung, die einfach klasse gelungen ist und mich sehr angesprochen hat. Mehr solche Bücher bitte, dann lese ich auch mehr davon ...lach...
Damit aber nicht genug! Jules Saint-Cruz lässt uns im zweiten Teil der Trilogie einfach spüren, wie es ist, wenn die beiden zusammen sind. Sie gibt uns, was wir möchten und das in wirklich toller und großer Dosis, aber sie  wäre nicht sie selbst, würde ihrer Geschichte nicht mit noch mehr als Romantik und Erotik aufwarten. So gibt es noch die tiefere Problematik der beiden Familien, die aufeinandertreffen und nicht unterschiedlicher sein könnten. Außerdem ist da der Mordfall, dessen Verhandlung vor Gericht  unmittelbar bevorsteht. Tara steht unter dem Druck von ihrer Familie, widersetzt sich ständig dem übergroßen Willen ihres Vaters, die Öffentlichkeit macht alles an ihr schlecht und man fragt sich, ist sie stark genug dafür, kann sie das aushalten? Julien verliert auch an Glaubwürdigkeit, seit seine Beziehung bekannt geworden ist, aber er wird noch lange nicht so zerrissen wie seine Tara. Kann er gleichzeitig seinen Job machen und Tara eine starke Schulter sein? Sie haben es schwer und wir Leser bibbern ja so mit und dann kommt auch noch ein mega Cliffhanger zum Schluss. Bis zum Erscheinen des dritten Bandes beiße ich mir Fingernägel ab.
Ein wirklich starker zweiter Band, der mich überraschte hat. Die geheime  Beziehung im ersten Teil des Buches und den Umgang damit, wenn es rauskommt in zweiten Abschnitt, sind hervorragend erzählt und umgesetzt. Ich war wieder mittendrin, und meine Begeisterung ist immer noch unangefochten. Mehr, bitte schnell mehr... 
 
Henry und ich fanden die Entwicklung überraschend anders als erwartet und vergeben für diesen tollen zweiten Teil die vollen Bücherpunkte:
 
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Über die Autorin: 
 


Jules Saint-Cruz ist das Pseudonym einer deutschen Autorin, die in verschiedenen Genres für verschiedene Verlage schreibt. Weitere erotische Romane wurden unter dem Pseudonym Alexa McNight veröffentlicht. Jules Saint Cruz wird inspiriert vom Leben, das gelebt und geliebt werden will. Süß ist es, bittersüß manchmal. Sonnig ist es, doch wo Sonne ist, gibt es auch Schatten. In ebendiese Schatten taucht die Autorin ein und sucht die Storys, die wirklich erzählt werden wollen. Die Charaktere, die sie auf dieser Suche findet, haben Ecken und Kanten; eigenwillig sind sie und in ihren Handlungen nicht immer zu verstehen. Gefunden werden sie in dem einen Moment, der Zweifel aufwirft und das Potenzial besitzt, alles zu ändern - ohne jedoch ein Happy-End-Versprechen zu geben. Mit ihren erotischen Romanen stellt sich Jules Saint-Cruz der Herausforderung, mehr zu Papier zu bringen als Worte, die eine körperliche Reaktion auslösen. Sie glaubt, dass Sex erst dann wirklich gut ist, wenn er eine Basis hat. Auf dieser Basis will sie ein Kopfkino erzeugen, das die Fantasie des Lesers aufblühen lässt - all dies begleitet von der leisen Botschaft, dass so etwas wie Euphorie und Erfüllung in den seltensten Fällen zu finden sind, wo man sie sucht.

Quelle: Amazon

Mehr über die Autorin auf ihrer Homepage: Link 

LaLaurie - Reihe:

http://www.amazon.de/LaLaurie-Dunkle-Spiele-Erotischer-Liebesroman/dp/3734784719/ref=tmm_pap_title_0


 Rezension / Erscheinungsdatum: Juli 2015


 Vielen lieben Dank an Jules für das Rezensionsexemplar.



Kommentare:

  1. Bojú, Inga.
    Komme ich doch endlich mal wieder hier zum kommentieren... ;-) Samstag war ich im Wald, beim Holz machen. Der Sonntag schwuppte nur so an mir vorbei (ich kam nur zu ein paar der Blogs). Gestern bin ich dann - katzenähnlich - auf dem Sofa weggeratzt.
    Apropos - die Rasselbande dürfte bei den anstehenden Temperaturen flunderflach auf kühlenden Flächen liegen. Denke ich.

    Garten ahoi?

    Prickelnde Sinnlichkeit; gut, daß dafür auch wohlgesetzte Worte ausreichend sind und weniger "Kabelbinder". Du bringst die Angelegenheit ja denn mit Deinem "Über die Autorin" auch treffend auf den Punkt. Das andere Alias, Alexa McNight, ist noch in meiner Erinnerung, hattest Du doch einige Ihrer Bücher vor Jahresfrist (oder so) beleuchtet.

    Zwischengefragt: Ist es für einen Anwalt nicht rechtlich heikel, mit einer Angehörigen der Partei, die er verklagt, eine Beziehung einzugehen? Interessenkonflikt...
    Douglas Wambaugh ("Picket Fences") hätte sofort Einspruch erhoben. ;-)

    Immer eine kühlende Brise!

    bonté

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    1. Hallo Robert,

      man kann doch nicht immer alles schaffen! Wir waren am WE auch nicht daheim und haben lieber Dresden unsicher gemacht ...lach... Aber was heißt Holz machen???? Und ich bin nicht unter den ersten Blogs ...also, tztztztztzzzzz ...lach...
      Müde bin ich immer noch vom Wochenende und ja, das Wetter lässt uns alle platt dahin liegen ...lach...

      Garten muss gerade warten, uns ist das zu warm! Aber Mutter pflanzt und macht und tut :-)

      Ich muss gestehen ich habe ja eine Schwäche für diese Autorin und ihrer Wortwahl und deshalb lese ich einfach alles, aber auch wirklich alles von ihr und freue mich jetzt schon auf mehr!!!
      Deine Zwischenfrage ist berechtigt, aber die Zwei hatten sich schon davor kennengelernt und haben ganze fünf Monate durchgehalten! Das ist doch schon sehr viel für verrückt spielende Hormone, oder nicht?

      Kühle Brise! Nehme ich gern :-)

      Ganz liebe Grüße
      Inga

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    2. ...ich habe guten Freunden geholfen Ihre "Holzrechte" aus dem Wald in den Stadel zu fahren. Ältere Bauernhöfe haben noch das altvordere Recht eine bestimmte Menge Holz im Gemeindewald zu schlagen. Und die Freunde heizen Ihr Wohnhaus auf dem Hof allein mit dem klassischen Kachelofen - die Sitzflache davor ist winters stets von den Katzen breitflächig belagert. :-)

      Eigentlich bestes Wetter, um Hecken zu schneiden (mache ich derzeit)...

      Das Wochenende spricht vom Kratzen an den 40°c. Da hilft wohl nur Eis-Schlemmerei!

      bonté

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    3. Hallo Robert,

      das war bestimmt eine Menge arbeit, aber sehr interessant! Ich als altes Stadtkind, kenne so was nicht ...hihi... Aber so ein Kachelofen ist was feines und ich habe es als Kind auch immer geliebt auf der Bank vor dem Ofen bei meinen Großeltern zu sitzen ...hihi...

      Wetter ist zu heiß... ich bin dieses Wochenende ziemlich zerflossen!!! und werde deinen Rat nachher noch umsetzen und mir ein Eis gönnen :-) Ich hoffe du hast es dir schön kühl gemacht ...

      Liebe Grüße
      Inga

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